Bi-direktionale Wechselrichter


(Peter) #1

Seit über 30 J befasse ich mich mit Wechselrichtertechnik. Dabei gehören die Bi-direktionalen zu den interessantesten Geräten, sowohl für den Inselbetrieb, als Hybrid mit MPP-Trackern, oder reine Einspeisewechselrichter.
Letzten Sommer hatte ich einen 1,2 kW Bi als Testspeicher installiert.
Dieser arbeitet Bi-direktional zwischen dem 230 VAC-Netz und einer 48 VDC-Batteriebank, kann also Strom sowohl importieren wie exportieren mit Umschaltzeiten in Sekundenbruchteilen.
einstein0


(Heini Lüthi) #2

Ich verstehe nicht ganz. Das Teil, das aus Wechselstrom Gleichstrom macht, nennt sich Gleichrichter, nicht? Bi-direktionaler Wechselrichter - ist das etwas anderes, als das, was ein AC-gepoppeltes Speichersystem macht? (z.B.
https://www.rct-power.com/de/batteriewechselrichter-power-storage-ac.html)


(Peter) #3

Nun, gegenwärtig drängen viele Speicherhersteller auf den Markt (kommen und gehen). Die Technologie ist sehr komplex und interessant.
Persönlich unterstütze ich Speicher jedoch nicht, aus verschiedenen Gründen.
einstein0


(Diego Fischer - Neuchâtel) #4

Auch ich finde die stationären Batteriespeicher eigentlich sehr fragwürdig in unserem Land mit so viel gut regulierbarer Wasserkraft.

Wenn sogar in der Mobilität die ökologischen Vorteile der Elektrofahrzeuge so viel kleiner sind, als man denken würde, wegen dem hohen ökologischen Aufwand der Batterieherstellung (siehe https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/luft/externe-studien-berichte/umweltaspekte_vonelektroautos.pdf.download.pdf/umweltaspekte_vonelektroautos.pdf ), so ist die Ökobilanz von stationären Speichern vermutlich katastrophal.

Ich habe im letzten Sommer das Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern besucht: dieses besteht ausschliesslich aus lokalem Sand, Zement, Stahl und Kupfer, und hat mit etwa 30 GWh den gleichen Inhalt wie 3 Millionen Heimbatteriespeicher à 10 kWh. Eigentlich sollte diese Technologie in der Schweiz wirklich bevorzugt werden.


(Peter) #5

Danke für den Link!
Ja, ich bin absolut deiner Meinung. Der Speicherhype insbesondere in D scheint sich zu überschlagen, während immer noch keine tauglichen Elektroautos verfügbar sind, wessen Batterien zumindest eine brauchbare Funktion beherbergen. Ich denke, auch wenn der Kongo seit gestern einen neuen Präsidenten hat, vermag die Welt den enormen Bedarf von heutiger Batteriechemie nicht zu decken. Künftig wird sich nur eine Technologie durchsetzen, wozu das Basismaterial beinahe unbeschränkt zur Verfügung steht wie z.B. Salz.
einstein0


(Peter) #6

Gestern an der Intersolar einen neuen Hybriden entdeckt: http://voltronicpower.com/en-US/Product/Detail/InfiniSolar-V-1K-5K
Damit können Wohnmobile optimal nachgerüstet werden, um auch noch gegen 145 VDC vom PV-Dach zu verarbeiten. Und wenn die Karre nur zu Hause an der Sonne steht, kann der Überschuss ins Hausnetz eingespeist werden.
einstein0