Halbzellen-Module - lohnenswerte Innovationen?


(Heini Lüthi) #1

Seit Jahren verbauen wir die „üblichen“ 60-Zellen PV-Module 250…290 W. In den letzten Jahren sind Innovationen aufgekommen: Halbzellen-Module, vermehrt Glas-Glas-Module, bifaziale Module. Je nach Situation haben die wohl Vorteile - aber inwiefern ist es sinnvoll, für eine unverschattete Grossanlage Halbzellen-Module oder andere Innovationen einzusetzen? Wer hat schon Erfahrung? Lohnt sich der Mehrpreis - oder sind die Dinger gar nicht teurer?

Bsp REC macht nur noch Twin Peak


(Heini Lüthi) #2

Hier eine Erläuterung dazu von Jinko:
https://www.pv-magazine.de/2018/03/19/jinko-solar-erlaeutert-vorteile-von-halbzellen-multi-busbars-und-bifazialen-modulen/

Einige Halbzellen-Module seien aufgrund der Zellen-Abstände etwas länger als die “Standardmodule” - und somit nicht ganz vergleichbar in der Leistung, und beim Verbauen nicht austauschbar. Bei REC scheint gemäss Datenblatt Rahmenformat und Strom-/Spannungsverhältnis jedoch durchaus gleich wie bei üblichen Standardmodulen.


(Robert Kröni) #3

Es ist doch schön, wenn man Halbzellenmodule als “Innovation” verkaufen kann. In der Innotechsolar (selig!), die sich auf den Bau von Solarmodulen aus Ausschusszellen spezialisiert hatte, waren Halbzellenmodule das Produkt, wo man teildefekte Zellen verwenden konnte (z.B. Zellen wo eine Ecke abgebrochen war). Das Gleiche kann man auch mit Drittelzellen machen. Das Produkt ist also nur die Verwertung von Ausschussware. Das macht ökonomisch und ökologisch Sinn und die Qualität ist genau gleich gut wie die von Modulen mit ganzen Zellen. Das Bild: Anlage mit Modulen aus Halb- und Drittelzellen.