Unsere Kunden ohne Hybrid-Wechselrichter wollen nun vermehrt AC-gekoppelte Batteriespeicher.
Was könnt ihr da empfehlen? Oder ist es sinnvoller, einen weiteren Hybrid-WR mit Batterie anzuschliessen?
Hoi Fredi
Gute Frage – das Thema kommt aktuell tatsächlich häufig auf.
Grundsätzlich:
Hybrid-Wechselrichter sind in der Regel teurer als reine Batteriewechselrichter.
Einen zusätzlichen Hybrid-WR nur für die Batterie zu installieren (also ohne Strings daran anzuschliessen), macht aus meiner Sicht wenig Sinn – das wäre technisch möglich, aber wirtschaftlich nicht ideal.
Wenn man ohnehin plant, den bestehenden String-WR zu ersetzen, dann macht ein Hybrid-WR natürlich Sinn.
Aber wenn der vorhandene String-WR bleiben soll, ist es klar sinnvoller, einen AC-gekoppelten Batteriespeicher mit entsprechendem Batterie-Wechselrichter zu nutzen.
Das ist oft die einfachere und kosteneffizientere Lösung zur Nachrüstung, ohne grössere Umbauten.
Grüsse José
Wenn ich nicht schon ein Hybrid-System mit Speicher hätte, dann würde ich wohl die Speicher von Sax Power genauer anschauen. https://sax-power.net/
Gar keinen Speicher, denn Solarstromüberschuss kann nicht vom Sommer in den Winter verschoben werden -und Batterien sind reine Verbraucher!
einstein0
Das ist zwar korrekt, aber der Zweck eines Speichers ist nicht den Stromüberschuss vom Sommer in den Winter zu verschieben, das dürfte jedem klar sein.
Es gibt individuelle Gründe für einen Speicher, sei es als Notstromlösung, aber auch einfach zur Eigenverbrauchsoptimierung. Ob das wirtschaftlich ist (oder sein soll) muss jeder selber ausrechnen, aber bei den aktuellen tiefen Einspeisetarifen kann eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote schon Sinn machen - um den Solarstromüberschuss vom Tag in die Nacht zu verschieben zum Beispiel.
Der Preis bei Sax Power ist immer noch bei 530Euro/kWh - meiner Ansicht nach zu hoch. Bei 200Fr./kWh würde es sich wohl lohnen…
Ich habe gerade ein preiswertes Angebot eines Batteriewechselrichters erhalten.
Doch mit spitzem Bleistift rechnet sich ein Speicher für mich nicht, insbesondere,
-eben weil Solarstromüberschuss nicht vom Sommer in den Winter verschoben werden kann…
Unser MFH mit WP braucht auch Nachts mehr Strom, als das Modulfeld hergibt.
Allein zur Amortisation hätte mein Speicher > 2000 Zyklen machen müssen,
aber über 10 Jahre mute ich keiner Batterie zu.
Über Wetterprognosen kann ich drei WW-Speicher und zwei BEV’s in Echtzeit als Dump-Loads effizienter einsetzen als einen Batteriespeicher.
Möchte jemand den Batterie-WR haben: Solis 3 kW, 48 VDC, für CHF 450.-
inkl. Dreiphasendetektor?
einstein0
wieso sollten die akkus keine 10 jahre halten? da habe ich keine sorgen. die LFP zellen werden ja in einem wohlfühlporpgramm genutzt. wenn man 250zyklen im jahr hinkriegt ist das viel, das gibt in 10 jahren 2500 zyklen. da lachen die LFP zellen drüber.
btw. ich habe bei mir zu hause letztes jahr 4500kWh aus dem hausakku entladen. sprich das hätte ich einkaufen müssen. dieses jahr zahle ich 39 Rappen für den Strom und bekommen 6+1Rappen für’s einspeisen. also wenn ich dieses jahr auch 4500kwh aus dem akku nutze gibt es eine differenz von 4500*(39-7)=1440Fr. Damit kann ich mir jedes Jahr 1.5 Batteriemodule a 5kwh kaufen! klar wir haben 2 E autos und dementsprechend das ganze Jahr einen verbrauch, das hilft bei der rentabilität von einem hausspeicher
Eben, das meine ich; Wenn man auch noch den Wirkungsgrad und den Unterhalt herausrechnet, ergibt ein Speicher gerademal eine Nullnummer.
Dazu werden Speicher nicht netzdienlich betrieben und helfen auch dem Versorger nicht.
Würde ich am BKW-Netz einen Speicher betreiben, müsste ich ihn mit den ggw. Daten von Brutto 19 Rp/kWh amortisieren.
Und in der Winterflaute, wenn das Modulfeld unter Schnee liegt, hat man immer noch keinen Solarstrom.
einstein0
du bist gegen Speicher, das ist offensichtlich, aber ich interpretiere meine aussagen etwas anders. wenn es 10 Jahre so weiterläuft habe ich 14’400.- Fr eingespart und gute aussicht dass die akkus noch viel länger halten.
ev rechnest du mit kosten für die akkus die noch viel zu hoch sind?
ich würde es in etwa so einem kunden anbieten:
6 x Deye SE-G5.1 pro B 5.1kWh 1073.-
6x Inobat 71.20Fr
SUN-12K-SG05LP3 Wechselrichter 12kw 3Ph 2213.-
DC Kabel, Busbar etc 200.-
Gibt ca 9300.- Material für 30kWh Akku und 12kW WR Leistung, Schwarzstart und Ersatzstromfähig.
Die Installation kostet hoffentlich keine 5000.-
Also ist die Anlage spätestens in 10 Jahren Amortisiert.
Wenn du das ganze gleich mit einer PV Anlage baust ist der Aufpreis geringer. Dann kannst du den preis vom String Wechselrichter noch abziehen und nur die Differenz zum teureren Hybrid Wechselrichter rechnen.
Mit so einem System habe ich zwischen Anfang März und min ende September keinen Netzbezug. Wir haben mit unserem Haus letztes Jahr 72% Autarkie erreicht übers Jahr gesehen. Im Sommer annähernd 100% Autarkie und im Winter 100% Eigenverbrauch. Ob das jetzt Netzdienlich ist oder nicht interessiert mich im Moment nicht. Wenn der VNB interessiert wäre dass ich meinen Akku Netzdienlich nutzen könnte, wäre ich offen für einen Tarif der das für beide Seiten interessant macht. da ist mein VNB aber überhaupt nicht in der Lage oder willens da irgendwas in die Richtung anzubieten. Die sind völlig überfordert. aber das ist eine andere traurige Geschichte.
und muss sich denn immer alles rentieren? rentiert sich ein neues Sofa? ein neues Auto?
Ich habe meine PV und Akkus zugebaut weil ich in richtung Energiewende Arbeiten will, weil ich Spass dran habe, weil es Sinn macht, Steuern spart es auch noch und selbst wenn ich dafür die Hypothek aufs Haus erhöhen müsste würde es sich noch lohnen da ich bei weitem keine 10% Zins bezahle für die Hypothek.
ps: preise oben sind ohne MWST, das kommt noch dazu
Ich habe auch schon Jahrzehntelange Erfahrung mit Batterietechnik, allerdings hauptsächlich in mobilen Anwendungen, weil es da nicht anders geht.
Und ja, die Versorger hinken noch nach, auch der sog. Smartmeter ist alles andere als schlau; schickt einfach Daten in die Zentrale, -über Mobilfunk, der grosse Rest ist Administration.
Ich betreibe aber auch eine alte KEV-Anlage, welche wirklich rentiert.
Ja, ich finde stationäre Speicher sollten sich lohnen, allein schon aus ökologischem Grund. Darum schaffen es ja die Batterieautos kaum aus der Taufe…
einstein0
„wenn es 10 Jahre so weiterläuft habe ich 14’400.- Fr eingespart“
Wenn du Rückliefer- und Energietarife der letzten 10 Jahre anschaust, weisst du sehr genau , dass du dich selber anlügst mit dieser Aussage.
Ich glaube , dass eine Batterie Sinn machen kann, auch in Zukunft , aber ein EMS scheint mir Pflicht zu sein. Die Tendenz bei den Netzbetreibern geht in Richtung Spotmarkt basierte Rückliefertarife ( schon dieses Jahr) und vor allem auch zu Niedertarifzeiten am Nachmittag oder gar dynamische Tarife. Um die notwendige Differenz zwischen Rückliefertarif und Energietarif zu finden um eine Batterie zu rechtfertigen, braucht man in den nächsten Jahren ständige Anpassung an die aktuelle Situation, ansonsten ist das wirklich nur ein Hobby das kostet. Das kann aber auch richtig rentabel werden wenn man die volle Flexibilität ausnutzt. 39-7 wirst du nur noch in einzelnen Stunden finden.
Hey Jungs
Heute lohnen sich Batteriespeicher sicher! Mit 6 Rp. Rückspeisetarif (ENIWA Aarau) „verschenken“ meine Kunden den wertvollen Solarstrom nur. Batterien wie z.B. Goodwe Lynx home D kosten in der Anschaffung knapp etwas mehr als Fr. 200.-/kWh! Die haben > 5000 Ladezyklen. Meine Kunden mit Speicher sind schon jetzt am 27. Februar „netzunabhängig“. Im Gegenteil, sie liefern ab ca. 14:00 Uhr den Überschuss in`s Netz. Bin nun bei einigen drann, den HEMS zu installieren. Damit können 12 Geräte Überschuss gesteuert, kabellos über WLAN / Shelly-Aktoren, angesteuert werden! Jede selbstverbrauchte kWh spart Geld!
Nanu, ich habe da eine andere Sichtweise:
Wenn dein Überschuss ab 14 Uhr ins Netz geht, ist der Speicher nicht netzdienlich!
Internet, WLAN und Shelly’s sind für mich allesamt ein NO GO! Für mich gibts Kabel oder nichts.
Meine Berechnung im BKW-Netztarif sieht folgendermassen aus:
Einen stationären Batteriespeicher könnte ich mit gerademal CHF 40.- / kWh/a amortisieren. Brutto, also ohne Wartung, Störungsbehebungen etc.
Wenn mir jemand erklärt, ein stationärer Speicher lohne sich, dann lügt er sich selber in die Tasche.
einstein0
Tja, Einstein…
Doch der Speicher ist schon „netzdienlich“ sein Inhalt reicht ab März bis Ende Oktober um das Haus bis zum anderen Tag mit Energie zu versorgen.
Also kein Netzbezug! Zudem kann der WR mit der Q/U Regelung Blindleistung ziehen um die Netzspannung bei Bedarf zu drosseln resp. auch umgekehrt…
Wie rechnest Du denn die Rendite?
Rechnet man das der Speicher mit 20 kWh an 200 Tagen (ohne Winter) im Jahr je 15 kWh liefert, sind das 3000 kWh/a.
Bezugspreis 1 kWh = 32Rp. / Rückliefertarif 6 Rp. macht Differenz
von 26 Rp./kWh.
3000 kWh x 0.26 Fr = 780.- Fr./a.
5000 Ladezyklen = 13 Jahre x 780.- = 10100.- Fr. Kosten 20 kWh-Speicher inkl. Montage, Anschluss und IBS < 5000.-
Was bleibt??
Zudem was soll das mit NOGO wegen den Shellys? Funktioniert einwandfrei und man braucht keine manchmal komplizierten zusätzlichen Leitungen (unschöne Rohre, Kanäle, Kabel, Durchbrüche und Zubehör) Zudem können diese frei über die App programmiert werden und den Gegebenheiten (die sich auch mal ändern können) angepasst werden.
Liebe Grüsse
Dani
Habe es bei mir grad nochmal durchgerechnet.
Um von meinen 35% Eigenverbrauch im Jahresschnitt auf einen Schnitt von 70% Eigenverbrauch zu kommen, benötige ich bei den aktuellen Einkaufspreisen für den Strom 15 Jahre bis sich die Batterie amortisiert. Ohne Unterhaltskosten. Hält eine Batterie so lange?
(Meine PV-Anlage produziert über das Jahr in etwa die Energiemenge, welche ich für Heizung, Warmwasser und Haushaltstrom inkl. Pumpen für den Gartenteich benötige)
Beim Stromeinkauf wird sich auch für den privaten Kunden in den nächsten Jahren noch einiges ändern.
Die Abgaben -/Netzgebühren, welche zurzeit mit ca. +75% zum Energiepreis dazu kommen, werden weiter steigen.
Der Einkaufspreis pro kWh wird je nach Produktion höher oder tiefer ausfallen.
Mein Fazit: Batterien sind zurzeit noch zu teuer.
—
Kosten 20 kWh-Speicher inkl. Montage, Anschluss und IBS < 5 000.-
Das tönt interessant. Wenn die Qualität der Arbeit und Anlage stimmt.
Meine ganz einfache Kopfrechnung der Amortisation:
Die BKW-Tarifdifferenz beträgt ggw. 20 Rp Brutto.
Mit 200 Zyklen p.A. beläuft sich der Ertrag pro kWh Kappa: 200 x CHF 0,2 = CHF 40.-
Rendite ist nochmal was anderes!
einstein0
Die Frage ist halt, was passiert wenn, wie mein Elektriker erzählt hat, die 70% dummen PV weiterhin am Sonntag munter einspeisen obwohl niemand den Strom braucht. Entweder wirds soweit kommen das man fürs Einspeisen bezahlt oder man versucht es selbst zu benutzen. Fast niemand den ich kenne und eine PV hat kümmert sich darum. Dabei wäre es bis zu einem gewissen grad gar nicht so schwer. Ich habe 2025 gerade mal für etwa 230.- Sfr Strom eingekauft. (Leider steigen die fixen Gebühren im 2026 durch den Messtarif um 60%, dem EW gefällts)