Elektroauto mieten


(Jürgen Baumann) #1

Wo finde ich einen Anbieter, bei dem das Fahren mit einem Elektroauto mal ausprobiert werden kann?


(Jürgen Baumann) #2

Wer kennt in der Schweiz eine gute Übersicht zum Thema "Elektroauto mieten. Für Deutschland hat das z.B. Home & Smart zusammen getragen? Gibt es etwas vergleichbares für die Schweiz?


(Heini Lüthi) #3

Wir waren erfreut, auf rentir.ch auch Elektroautos zum Mieten zu finden (Renault Zoe und Tesla). Und Mobility hat natürlich auch ein paar Elektroautos - aber eine Übersicht habe ich nicht und würde ich auch begrüssen.


(Jürgen Baumann) #4

Interessanter Anbieter. Sieht so aus, als wäre er hauptsächlich in der Ostschweiz aktiv …


(Diana Hornung) #5

Grundsätzlich ist ein Elektroauto auch recht unökologisch wegen den schweren Batterien! Ein neues Konzept müsste her, um nur soviele mitzutragen, wie die Fahrt benötigt…
Und hier ein paar Antworten die zum Nachdenken anregen: https://www.gutefrage.net/frage/warum-sollte-ich-mir-ein-elektroauto-kaufen


(Jürgen Baumann) #6

Das sehe ich anders und zwar aus mehreren Gründen.

  1. Seit Jahren gibt es einen stabilen Trend: 1% weniger Gewicht, 1% weniger Kosten, 1% mehr Zyklusstabilität, 1% mehr Kapazität - pro Monat! Die Technologie verändert sich also recht stark und man muss von Jahr zu Jahr die Situation neu beurteilen.
  2. Die Zyklusstabilität hängt mit den Ladevorgängen zusammen. Wenn ich z.B. eine Strecke von 100’000 km zurücklegen möchte, und ich hätte einen 20 kWh Akku bei einem angenommenen Verbrauch von 20 kWh/100 km, dann brauche ich 5000 Ladezyklen (ich nehme mal an der Akku ist komplett leer, was aber nicht stimmt - bei ca. 50 km Restreichweite werden die ersten nervös und laden wieder. Dann sind aus einem 20 kWh Akku 50% raus. Viele werden dann wieder laden und verdoppeln so die Anzahl der Ladezyklen über 100’000 km ). Nehmen wir nun einen Akku mit 100 kWh - hier lautet das Ergebnis 1000 Ladevorgänge - und die 50 km Restreichweite bleiben auch, aber dann bin ich bei 5% der Akkukapazität. Nehmen wir mal an, hier werden die Nutzer bei 10% nervös - dann kommen noch mal 10% Zyklen dazu und ich lande bei 1100 Ladezyklen). Der Unterschied ist also ganz erheblich.

Fazit
Bei kleineren Akkus muss ich über die gleiche Fahrstrecke mit weitaus mehr Ladezyklen rechnen. Da jeder Ladezyklus den Akku mehr oder weniger belastet, sollten sie eine vernünftige Grösse haben, damit sie nicht zu schnell ans Lebensende kommen.
In diesem Jahr (2018) scheinen sich 60 kWh als Standard zu etablieren bei PW’s. Das halte ich für einen guten Kompromiss zwischen Gewicht und um die Zahl der Ladezyklen so klein zu halten, das während der gesamten Nutzungsdauer kein Akkuwechsel nötig ist. Bei 20 kWh Akkugrösse wäre ich aus den genannten Gründen skeptisch.


(Diana Hornung) #7

Mir geht es um das flexible Zuladen nach Bedarf, um weniger Kilios mitzuschleppen
zB bei 20 km täglich zur Arbeit & zurück muss man nicht gleichviel wie zur Tagung in 100 km Entfernung mitführen. Gibt es das schon irgendwo?


(Jürgen Baumann) #8

Es gibt Konzepte mit einem Anhänger, in dem dann einfach Akkus mitgeführt werden. Das ist aber noch nicht umgesetzt. Voraussetzung wäre auch eine Anhängerkupplung plus entsprechender elektrischer Ausrüstung am Zugfahrzeug.
Mir ist nur der Tesla X bekannt mit einer Anhängerkupplung, und der braucht m.E. keinen Anhänger mit Akkus.


(Christina Marchand) #9

Ich habe mit einem Studenten gerade eine Bachelor-Arbeit zum Thema Elektromobilität erstellt. Sobald alles fertig ist, können Auszüge daraus auch publiziert werden. Er hat sich mit Vergleichsdiensten zur Elektromobilität beschäftigt


(Toni Wietlisbach) #10

Ich habe dazu - im Gegensatz zu den Ladestationen - auch noch keine Übersicht gefunden. Es gibt noch das Angebot aew.ch/carsharing, allerdings bisher erst an zwei Standorten im Aargau. Hier gibt es BMW i3.


(Toni Wietlisbach) #11

Ökologisch wie auch (Macht-)politisch sehe ich das Problem eher bei der Gewinnung der Rohstoffe (seltene Metalle).