Hemmschuhe der Energiestrategie 2050

Immer wieder vernimmt man durch die Medien, dass unsere Energiestrategie gefährdet sei. Vor Monaten erklärte Albert Rösti; Unsere Energieversorgung sei nicht ohne Kernkraft möglich und ex BR Doris wollte die steinzeitlichen Mailer laufen lassen „solange sie sicher sind!.?“
Ein andermal werden Windturbinen verhindert, obschon der BR das Einspracheverfahren drastisch reduziert habe.
Gestern war die Biodiversität schuld, dass angeblich die Wasserkraft nicht weiter ausgebaut werden könne.
Ihr solltet euch mal einigen im Bundeshaus!
einstein0

Gestern berichteten Genossen unseres Staatsfernsehens vom Mont Soleil und jammerten auf hohem Niveau, warum sich unsere Sonnenenergie nicht durchsetze, der Bund fördere doch seit Jahren…
Ja genau, Ueli Schmetzer hatte die Situation eines Landwirts schon vor Jahrzehnten auf den Punkt gebracht;
-und schwärzte die Versorger an, welche miserable Einspeisetarife zahlen.
Doch diese verstecken sich bloss hinter dem Gesetzgeber; müssen den Solarstrom zwar entgegen nehmen, bezahlen brauchen sie ihn nicht.
So wollen sie an unserem sauberen Solarstrom unter der Strasse hindurch mindestens 1’000 % verdienen.
Der HKN ist ein administratives Geschwür und gehört mit „Ökostrom“ in die Tonne. Nach den Hagelschäden in der Zentralschweiz beigen Dachdecker wieder tonnenweise Ziegel auf die Dächer, während deutsche Photovoltaikmodule inzwischen 12 Cent kosten, pro Wp, also gerademal die Hälfte von Ziegeln!
Und was tun die Politiker:

  • Fordern „das Recht auf Laden“ oder wie Martullo Blocher ein neues Kernkraftwerk.

Klardoch…
einstein0

für 12 cent gibt es keine Module weder aus Deutschland noch aus China, Indien oder sonst woher…

Doch, gibt es:
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Sunmodule Plus SW 265 mono

ab: 32,00 EUR/Stk. / 0,121 EUR/Wp

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Es gibt auch immer wieder Besserwisser!

Das sind 8 Jahre alte gebrauchte Module aus einem demontierten Grossprojekt ohne Garantien von einem insolventen Hersteller…

viel Spass damit!!

Und wieder erzählte Jürg Grossen an der gestrigen Delegiertenversammlung was niemanden interessiert:
Über „Quartierstrom.“
Nach privaten Kleinstspeichern ist auch der ZEV eine unnötige Alternative zum simplen Einspeisen des Solarstromes ins bestehende Stromnetz.
Solange die Politik unfähig ist, die Versorger zu fairen Einspeisetarifen zu zwingen, werden nach wie vor viele Dächer leer bleiben.
Da laufen auch kantonale Solarinitiativen ins leere.
In einem anderen Interview wettet Josef Brusa, dass in 10 Jahren niemand mehr einen neuen Verpenner kauft.
Da müsse auch im Netzausbau noch einiges gehen, labert eine Grüne welche von Strom so wenig Ahnung hat, wie Regula Rytz, welche über Klimaerhitzung plärrt, obschon das Klima nicht erwärmt werden kann.
Nach dem gescheiterten CO2-Gesetz ist also nach wie vor eine clevere Politik gefordert.
einstein0

Die BKW haben auch „dieses Jahr“ wieder ein Rekordergebnis „erwirtschaftet“ jubilieren die Medien. Unser Kanton wird hoffentlich kräftig an ihrem Gewinn beteiligt. Dafür wollen sie nächstes Jahr noch mehr verdienen -und der Strom wird teurer.
Sicher ist der Gewinn nicht bloss auf den Handel von unserem Quasi-Gratis-Solarstrom zurückzuführen, welcher angeblich zu „Marktpreisen“ vergütet wird.
Doch die Solarbranche ächzt seit Jahrzehnten unter den miserablen Einspeisetarifen -und investiert nur noch zum Selbstzweck; -dem Eigenverbrauch. Dass auch jedes andere Kraftwerkprojekt an Einsprachen scheitert, ist bloss ein Nebenschauplatz der Umweltverbände.
Nein, die Politik wird die Energiewende kaum richten und die bevorstehende Abstimmung über den (kantonalen) Klimaschutz-Artikel auch nicht.
Jeder pflegt halt sein eigenes Gärtchen.
Was wirklich fehlt, ist der gesunde Verstand.
einstein0

Stehe ich neben den Schuhen? :wink:
Die Planungsdaten der BKW für das 3.Quartal 2021 sahen eine Rücklierungsentschädigung von 7 Rp./kWh vor. Nun entschädigt uns die BKW mit 10.26 Rp./kWh. Damit ergibt sich für das 3. Quartal 2021, zusammen mit dem Herkunftsnachweis von 4.5 Rp./kWh, eine Gesamtentschädigung von 14.76 Rp./kWh. Es beginnt also zu tagen.
Was mir viel mehr Sorgen bereitet ist, dass bei Strommangelsituationen ausgerechnet die PV-Anlagen vom Netz getrennt werden und sofern keine Notstromfunktion läuft (grosse Ausnahme) auch das eigene Haus dunkel bleibt.
Beste Grüsse: Ruedi

Dass PV-Anlagen nicht in ein totes Netz einspeisen können ist altbekannt.
Dieses Wissen wird bloss von Solarteuren vorausgesetzt, oder totgeschwiegen.
In einem jüngsten Tondokument aus unserem Bundeshaus wird unsere Bundesrätin so arg angeprangert, dass sie mir geradezu leid tut.
Dabei hatten schon ein halbes Dutzend Magistraten vor Ihr die Energiewende bzw. den Atomausstieg verschlafen…
Warum kann z.B. heute immer noch neu gebaut werden, ohne eigene Stromerzeugung.
Oder warum darf der grösste Stromverbraucher der Schweiz zahlreiche Flachdächer, hunderte Meter lange Perron -und sogar Veloständerüberdachungen einfach brach liegen lassen? Solche Beispiele gibt es noch zu Hauf, man braucht bloss die Augen zu öffnen.
Sogar unser Staatsfernsehen fand ein News-Fenster, um über diese SVP-Bombe im Bundeshaus zu berichten. Neben dem schier endlosen Corona-Mist, welcher niemanden mehr interessiert.
So oder so; nach dem Homo Sapiens hat die Erde wieder Millionen Jahre Zeit,
um sich zu erholen!
einstein0

Hallo Einstein, da Deine Antwort nicht auf meine Feststellung eingeht (von KKW habe ich nichts geschrieben), will ich das „Problem“, welches von Solateuren totgeschwiegen werde, noch deutlicher machen.
Einige Kreise rufen (richtigerweise) nach einem konsequenten Ausbau mit PV-Anlagen (besitzen selber eine 75 kWp-Anlage!). Doch bei fehlenden Stromimporten an Wintertagen (Februar/März) entsteht ein Black-Out (je nach Vertriebsnetz). Dies hat zur Folge, dass alle PV-Anlagen ohne Notstromfunktion (ca. 98% aller Anlagen) vom Netz getrennt werden (totes Netz wegen Bauarbeiten ist nicht das Thema). Erneuerbare Energie, welche bei Strommangel stillgelegt wird — ein Schildbürgerstreich. Solche Probleme entstehen bei ideologischer und sachungerechter Planung. Ist dies bekannt?

Nun, vielleicht hattest du dich zu früh gefreut, denn die BKW haben gerade den HKN auf 1 Rp gesenkt. Doch wer wie ich >30J Solarstrom produziert, können auch solche „Schelmereien“ nicht mehr schocken.
Bereits als der HKN „erfunden“ wurde, wusste ich, dass dies bloss ein unnötiges, administratives „Geschwür“ wird, um dem gutgläubigen Bürger noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
Oder bezieht jemand „Ökostrom?“ Wozu?
Nein, unsere Energiestrategie wurde jahrzehntelang vom Gesetzgeber und der Politik verschlafen!
Einziger schwacher Trost: In unseren Nachbarländern steht es nicht besser!
einstein0

Hallo Einstein, das mit dem HKN bringst Du auf den Punkt. Ja das kann mich nicht „erchlüpfä“. Die BKW hat mir telefonisch richtigerweise erklärt, die Gesamtentschädigung (Rücklieferentschädigung/„Rest-HKN“) sei für uns doch entscheidend. Also wie sich die Entschädigung zusammensetzt (Rücklieferentschädigung / HKN) ist mir eigentlich egal. Es ist mir auch sehr bewusst, dass ich kaum andererorts mehr als 1 Rp/kWh erhalten werde. Also da ist die BKW nur einer unter vielen … .
Es hat hingegen solche Bürger, welche für „Ökostrom“ einen Zuschlag bezahlen. Stelle mir jedoch ähnliche Fragen wie Du?
Doch eine Frage, welche mich umtreibt, ist die vorgängig geschilderte Situation bei Black-Out-Situationen. Habe dies mit Spezialisten, u.a. auch bei Verteilnetzbetreibern diskutiert. Es fiel die Aussage: „Wir nähern uns dem Tag, wo man den Schildbürgerstreich erkennen wird.“ Eine Insellösung ist nicht der richtige volkswirtschaftliche Ansatz. Doch eine Notstrom-Lösung könnte in die richtige Richtung zeigen, doch ist dies sehr kostenaufwändig. Was ist Deine Meinung dazu?

Hmm. Als mein Kumpel nach Lothar drei Wochen ohne Strom war (knapp ein Dutzend km vom KKM entfernt), entschloss ich mich, meiner Neubau-PV-Anlage eine Notversorgung beizustellen. Doch damals gab es noch keine tauglichen Wechselrichter und ich hatte es provisorisch mit einer ausgedienten USV gelöst.
Dann, anlässlich einer Intersolar nahm ich gerade einen chinesischen Hybriden mit und installierte ihn.
Seither liegen 10 kWh Blei auf der Lauer, aber nurgerade Burglind forderte eines Tages für acht Stunden Notstrom.
Doch auch wenn ich die Technik als interessantes Hobby betreibe, bin ich völliger Gegner von stationären Batteriebanken. Dabei kritisiere ich nicht nur die Rohstoffgewinnung, weil wir Lithium in den nächsten Jahrzehnten für die Elektromobilität benötigen.
Notstrom kann nicht Sache des einzelnen Bürgers sein, sondern die Netzbetreiber sollten ihren nationalen Versorgungsauftrag ernst nehmen.
Ich kann also niemandem einen Batteriespeicher empfehlen und auch für die
bi-direktionale Nutzung von BEV’s fehlen die Rahmenbedingungen.
einstein0

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Strom sparen predigt unsere Bundesrätin aus dem UVEK. Doch noch nie war der Stromverbrauch unseres Mehrpersonenhaushaltes so hoch.
Das mag teilweise am Klima liegen, doch als Haustechniker habe ich noch weitere Ursachen ausgemacht:
Inzwischen sind alle Bewohner pensioniert, also fast rund um die Uhr zu Hause.
Klar lässt man -und Frau die Kaffeeautomaten einfach im Dauerlauf.
Zum Nachtessen lässt man die Stubenlampen 4 x 50W Halo’s einfach brennen.
Zwei neue Sonnenstoren brauchen rund um die Uhr Strom, und warten das ganze Jahr auf ein Funksignal.
Auch zwei neue Elektrovelos wollen nachgeladen werden.
Und manchmal steckt über Nacht auch noch unser BEV am Kabel.
Der Glühweinabend wurde aus Termingründen in den Dezember verschoben.
Doch warum fällt die Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr üppiger aus?
Die Liste liesse sich fast beliebig verlängern und "Kleinvieh macht auch Mist.
Anderseits erzeugen schneebedeckte Modulfelder halt keinen Strom.
Ein Schwanzbeisser.
einstein0

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Was die SVP an ihrer Delegiertenversammlung in der Energiedebatte vertieft,
kann ich nachvollziehen:

  • Die Energiestrategie 2050 ist gescheitert.
  • Die Schweiz schlittert in eine Katastrophe.
  • Strom ist eine Schlüsselenergie für die Schweiz.
  • Es gibt jedoch kein realistisches Konzept und auch keine verantwortliche Person, um die entsprechende Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Im Gegenzug schwurbelt die GLP im Schatten des geplatzten CO2-Gesetzes immer noch über Lenkungsabgaben und faire Belohnungen für Energieeffizienz. Ökologisches Verhalten soll honoriert werden.
Ob dieser Wunsch aufgeht und sich in der Mitte endlich eine Gesetzeslage für die ökologische Wendung abzeichnet ist die Frage.
einstein0