Klimastreik - Dynamik für erneuerbare?


(Heini Lüthi) #1

Dass die Klimapolitik vermehrt debattiert wird, ist ja erfreulich. Aber wie können wir konstruktiv die Brücke Richtung erneuerbare Energie schlagen? Die Lösung liegt auf der Hand - es braucht gar nicht mehr so viel neue technologische Lösungen und politische Förderung - vielmehr Bewusstsein für die globale Dynamik. Bewusstsein, dass es schneller gehen könnte, als manche zu hoffen wagen - und dass die Schweiz die damit verbundenen Chancen nicht verpassen sollte.

Nicht die Schweiz, sondern China ist mittlerweile führend in Solarenergie, Windkraft und Elektromobilität. Solarstrom kostet heute noch ein Fünftel im Vergleich zu 2008. Photovoltaik ist die günstigste Technologie zum Ausbau der Stromproduktion in der Schweiz. Weil Elektromobilität mit Solarstrom günstiger ist als fossile Automobilität, verliert Erdöl an Wert und Relevanz.

Erneuerbare Energien sind nicht nur eine Notwendigkeit hinsichtlich der Klima-Risiken, sondern auch eine realistische Chance für nachhaltige Wirtschaftlichkeit.

Wie bringen wir diese Botschaft in die Medien?

Wir streiken nicht - wir bauen die Energieversorgung der Zukunft.


(Peter) #2

Die Medien verbreiten leider schon heute mehr Fake-News, als brauchbare Informationen. Wer wie ich seit > 30 J. im “PV-Geschäft” weilt, hat vieles kommen und gehen gesehen. Gerade in Venezuela sieht es leider nicht so aus, als dass die Welt sich vom Oel verabschieden würde.
Was die Grete aus Schweden in Davos ausplauderte, hätten sich die Medien auch sparen können, aber auch unser Staatsfernsehen berichtet immer noch von warmen Temperaturen und Klimaerwärmung. Dabei lassen sich nur gasförmige, flüssige und feste Stoffe erwärmen. Das Klima gehört also nicht dazu!
einstein0


(Heini Lüthi) #3

Sachte, Herr Einstein. Wenn sich die Temperatur der Atmosphäre (gasförmige Stoffe) tendenziell erwärmt, kann man sich schon sorgen machen. Ob man das jetzt Klimaerwärmung, Klimawandel oder Klima-Risiken nennt. Wenn das Thema dank der Grete mehr Gehör findet - wieso das diskreditieren?

Ich teile wohl ihre Ansicht, dass wir unabhängig von Klima-Risiken auf erneuerbare Energien setzen sollten - limitierte Rohstoffe, Dezentralisierung statt Monopol-Konzerne… Aber wenn Junge die Klima-Risiken ernst nehmen und auf den Tisch legen - sehr positiv. Wir als alte PV-Hasen können “lediglich” eine Lösung dazu anbieten und zusammen an einem Strick ziehen - darum geht es mir :slight_smile:


(Peter) #4

Alles gut und recht. Doch die Temperatur sei vor 125’000 Jahren höher gewesen als heute und das Klima gab es schon vor -und wird es auch nach der Menschheit geben. Zumindest haben die Kinder in der Zwischenzeit offenbar beschlossen nicht mehr die Schule zu schwänzen für ihr Anliegen.
Ja, am gleichen Strick ziehen ist gut, schade nur, dass Institutionen und Regierungen laufend Umlenkrollen einbauen. Schliesslich werden leider auch die beiden offenen Initiativen vom Volk abgelehnt…
Edit: Heute war wieder ein intensiver Streik, oder Demotag in der Schweiz. Interessant, alle demonstrieren für ein besseres Klima, aber niemand tut etwas dafür. Die Jungen überlassen es den PolitikerInnen. Cool!
einstein0


(Heini Lüthi) #5

Zumindest in St.Gallen wurde die Brücke zur Solarenergie geschlagen…

Natürlich ist demonstrieren nicht alles. Aber beispielsweise nur weil ein paar Jungs im Appenzell lautstark protestiert haben, hat der Regierungsrat dann das Windkraftprojekt in Oberegg versenkt. Solche Politiker lassen uns die Energiezukunft nicht bauen… also mag es nicht schaden, selbst auch auf die Strasse zu gehen.

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