Ich bin erstaunt was für Gebühren für die Einrichtung von einem vZEV, LEG usw verlangt werden. Insbesondere erstaunen die gewaltigen unterschiede und ich Frage mich ob die Preise rechtens sind? Postet doch mal wie das bei euch aussieht oder bspw die ihr angetroffen habt.
Gemeinde Oberbüren:
Einmalige Kosten ZEV / vZEV
Einrichtungskosten Pauschal Fr.700.00
Einrichtungskosten zusätzlich pro Messpunkt Fr.50.00
Mutationen – Pauschal Fr. 80.00
Wiederkehrende Kosten ZEV / vZEV
Abrechnungs- und Inkassodienstleistung pro Messpunkt und Monat
wird nicht angeboten
Messkosten für Messinfrastruktur gemäss gültigem Stromtarif
im Netzgebiet der SAK ist das ganze gratis:
Kosten
• Die Einrichtung einer vZEV ist grundsätzlich kostenlos.
• Sind die bestehenden SAK-Zähler nicht vZEV-tauglich, übernimmt die SAK den kostenlosen Austausch.
• Bei einem vZEV wird der Messtarif für jeden physischen Zähler sowie zusätzlich für den virtu-ellen Übergabemesspunkt verrechnet.
• Für den vZEV wird lediglich einmal der Grundpreis verrechnet.
Es gibt auch VNBs, die nicht (innerhalb 14 Tagen) antworten. Ich warte…
Kann jemand aufzeigen welchen zusätzlichen Aufwand (den er heute nicht hat!) ein VNB hat, um ein vZEV zu ermöglichen?
ja, klar. Der VNB darf in einem VZEV nur jene Energie abrechnen, die zwischen dem VZEV und ihm übertragen wurde. Dafür hat er aber keinen Zähler, da über die Zähler an jedem Bezugspunkt auch jene Energie fliesst, die zu anderen VZEV Teilnehmern fliesst (und damit kostenlos transferiert werden kann).
Der VNB muss also aus den Zählern an den einzelnen Messpunkten versuchen zu berechnen, wie der Energiefluss zu ihm in beiden Richtungen ist („virtueller Zähler“).
Das ist nicht trivial. Ich weiss von einem Beispiel, wo der VNB einfach alles innerhalb einer Viertelstunde sowohl über die Phasen als auch über die Energieflussrichtungen saldiert, um sicher nicht falsch abzurechnen. Keine Super Idee, aber man steckt hier wohl noch in den Kinderschuhen.
a) Was spricht gegen einen zusätzlichen Zähler im Verteilkasten?
b) Die Summe aller Werte (wobei Produktion negativ ist), wie vorgeschlagen. Wieso keine super Idee?
a) Das erste ist mit Zählerkosten (ja nach VNB) zwischen CHF 0 und CHF 10 pro Monat verbunden.
Wenn der VNB der vZEV die ganze Abrechnung überlässt, spart er sogar die Inkasso-Arbeit.
b) Das zweite ist mit etwas programmierung (erweiterung der heutigen SW) verbunden.
Die unterschiedlichen Verrechnungskosten (CHF 0 bis 1500) zeigen eines klar: Wer für und wer gegen die Energiewende eingestellt ist.
@Ursprung das kannst du machen, das ist dann ein klassischer ZEV also ohne v.
@trilobyte: Du meinst ich kann im Verteilkasten des VNB einen Zähler montieren, damit der VNB den vZEV-Konsum nicht ausrechnen muss?
nein, im Kasten vom EW hast du gar nichts zu melden. Das geht z.b in einem Mehrfamilienhaus. Oder du ziehst eigene Leitungen zu den ZEV Teilnehmern
bei unserem Gemeinde EW (Niederhelfenschwil) heisst es:
Die Kosten für die Initialisierung eines vZEV’s sind zur Zeit in der Vernehmlassung im Gemeinderat. Aller Voraussicht nach wird die Initialisierung 700.—Fr plus 80.— Fr pro Messpunkt betragen.
Na toll. dann lass ich das mit dem vZEV mit meinen beiden Nachbarn gleich sein!
Ich höre aus allen Gemeinden das gleiche von Leuten die es eigentlich sonst gemacht hätten. Ist aber ein Verlustgeschäft.
Hmm… 700+80+80.-=860.-Fr
Angenommen ich bekomme für das Einspeisen 6 Rappen + 2 Rappn HKN. Der Strompreis kostet 30 Rappen. Ich darf im vZev also max 80% von 30 Rappen verlangen. Also 24 Rappen. Differenz zum einspeisen sind 24-8= 16 Rappen.
Das heisst ich muss 5375kWh Strom an den vZev Teilnehmer verkaufe bis nur schon das Einrichten bezahlt ist!?!
Also 5375kwh die Zeitgleich Tagsüber vom vZev Nachbarn verbrauchen werden müssen.
Ausser ich habe mich eben verrechnet und steh grad auf dem Schlauch?
WIr hatten hier in Münchenbuchsee letztes Jahr einen Vorschlag einer LEG, da wir in der Gemeinde einen grossen Solarproduzenten haben (Kiener+Wittlin). Dieser hatte mit einer IT-Firma Abonnementstarife vorgeschlagen, die zwar nachvollziehbar waren, aber kaum je durch den Preisvorteil auf den Energiebezügen wettgemacht wurden. Da lässt man es auch einfach besser bleiben.
Hier war nicht der VNB das Problem, sondern dass es immer irgendwen braucht, der das Engineering und die Abrechnungen macht und dabei kommerzielle Ziele verfolgt (sprich: Geld verdienen will).
Gehen die EW nicht einfach davon aus, dass alle klein bei geben und es sein lassen und sie so weitergeschäften können wie gehabt. Was wenn jemand diese Gebühren vor Gericht zieht, es gibt ja auch EW die es viel Günstiger machen… aber eben jemand müsste das Geld in die Hand nehmen… und ich habe keine Ahnung wie die Erfolgsaussichten wären…
Bei grossen Netzbetreibern ist eine Basisvariante (vZEV oder LEG ) häufig kostenlos (In den Netzkosten enthalten). Da wird aber nur der 1/4h Lastgang aller Produktionsanlagen in der Gemeinschaft summiert und dann 1/4h weise auf alle Konsumenten verteilt. Wenn du eine pragmatisch Lösung findest diese Energie zu vergüten scheint mir vieles möglich. Wenn du einen Dienstleister brauchst der für kleine Frankenbeträge Rechnungen scheibt , Mahnungen verschickt usw., dann wird es sehr schnell eng mit den Möglichkeiten
pv share kostet 37.- im jahr. das ist voll ok. um das geht es nicht.
ich sehe es aber nicht ein wieso die basisvariante (also das was im gesetz steht ohne praxismodell vom netzbetreiber) 8-900.- kosten soll. das macht es völlig unwirtschaftlich. eine gemeinde weiter ist es gratis?! mir kommt es so vor als ob das mal wieder ein ing büro dass unser kleines EW der Gemeinde berät mal wieder grosse rechnungen schreibt und deshalb die kosten so hoch ausgewiesen werden?
