Lastgang Schweiz

Gibt es sowas auch für die Schweiz? Hier für Deutschland: Illustration, aus welchen Quellen der Strom wann kam:
https://www.energy-charts.de/power_de.htm

Im März 2019 kamen über 50% vom deutschen Strom aus erneuerbaren - wie war es in der Schweiz?
Muss nicht zwingend tagesaktuell sein. Danke für Links.

Hier gibt es auf der Seite 30 die berühmten Kurven des 3ten Mittwochs im Monat. https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/versorgung/statistik-und-geodaten/energiestatistiken/elektrizitaetsstatistik/_jcr_content/par/tabs/items/tab/tabpar/externalcontent.external.exturl.pdf/aHR0cHM6Ly9wdWJkYi5iZmUuYWRtaW4uY2gvZGUvcHVibGljYX/Rpb24vZG93bmxvYWQvOTM5Ni5wZGY=.pdf
Leider erst für 2017 publiziert.

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Gestern Abend an der BKW-Powergrid-Diskussion in Spiez bekam man den Eindruck, die Photovoltaik
sei schuld, dass die BKW nun plötzlich dutzende von Milliarden in den Netzausbau investieren müssten.
So fragte denn auch jemand aus der Audienz provokativ, wass sie denn die letzten 30 J gemacht hätten.
Einer monierte; jeder Haushalt hätte ja schon mindestens einen (Warmwasser) Speicher und ich führte an,
ein besseres Belastungsmanagement wäre doch über die bewährte Rundsteuerung bequem zu lösen.
Da ich in unserem MFH seit 14 Jahren eine Stromstatistik führe, sind kein Mehrverbrauch und durch die PV
erst recht keine Belastungsspitzen ersichtlich.
Daran ändert auch das bisschen Ladestrom für unser BEV nichts.
Also, wo liegt das Problem der Divergenz zwischen Erzeugung und Verbrauch?
Ist es schlicht die Übervölkerung, oder gar die Masseneinwanderung?
Oder kommt für den faulen Bürger der Strom einfach aus der Steckdose?
Fragen über Fragen, dessen Antworten offenbar immer mehr Geld kosten!
einstein0

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Hallo Peter

Habe mich in den letzten Monaten wegen einigen vernetzten, laufenden Bauprojekten, vermehrt mit dem Thema Notstrom, E-Mobilität, PV Anlagen, und Lastmanagement beschäftigt.
Für die sensiblen öffentlichen Netze wird es immer anspruchsvoller die gewünschten 50 Herz zu sichern.
Grössere PV Anlagen speisen einige 100kW oder auch einiges mehr an Strom ein. Aber nur dann nennenswert, wenn die Sonne scheint. Sonst gibt es nichts,
Notstromanlagen beim monatlichen Testlauf auch je nach Grösse einige 100kW.
Im Gegezug möchte jeder für seine E-Mobilität den max. Power von zb. 70kW nutzen. Bekommt aber meist nur 11kW pro Ladestation.
Das hochgerechnet auf viele Ladestationen ergibt eine ansehnliche Last.
Jetzt stelle dir ein Industriegebiet mit einigen 100 Ladestationen vor.
Grosse Dachflächen, viel PV Energie.
Wärmepumpen welche zur besten Sonnenzeit via Netzkommando Impuls ausgeschaltet werden.
L1,L2,L3 die in etwa gleich viel Leistung bringen oder abholen. Sonst steht der Lastabwurf schon vor der Türe.
Im Wallis wurde die Übertragungsleitung befristet auf das höhere Niveau angehoben. Damit genügend Strom transportiert werden kann.
Der ganze Umbau zu Hybriden Netzen, oder zusätzlichen Leitungen wird Unsummen verschlingen.
Lastmanagement für ganze Industriequartiere sind angedacht.
Energie Schweiz geht 2035 von 10 Millionen Einwohnern aus.
Die wollen alle auch wohnen, Auto fahren und… und…

Stromausfälle werden häufiger. Schadenfälle wegen Leistungsspitzen nach Stromausfällen mit blitzartigem, automatischem wieder einschalten im Netz zunehmen. Bezahlen wird diese meist weder die Versicherung noch das Stromunternehmen sondern der Betreiber der Anlagen.

Eben! Jeder Prosumer sollte sich etwas mehr Gedanken machen um das Lastmanagement
-und nicht noch womöglich seinen unsinnigen Batteriespeicher aus dem Netz laden.
Auch der Programmierer der Rundsteuersignale könnte etwas aufmerksamer arbeiten und nicht einfach
steinzeitlich die Hochstromverbraucher in der Nacht einschalten, wenn der Überschuss am Tag generiert wird.
Soeben habe ich unser BEV aus dem Wohnzimmer mit dem Ladeziegel verbunden. Nein, nicht mit 70 kW,
wenn 2 kW genügen, weil die Karre voraussichtlich den ganzen Sonntag nur faul herumsteht…
einstein0

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