Mit preiswertem Solarstrom Strommangellage abwenden

Für den Verband unabhängiger Energieerzeuger VESE ist eine zuverlässige Solarstrom-Einspeisevergütung seit der Gründung ein wesentliches Anliegen. Solarstrom lässt sich heute für 8-12 Rappen/kWh wirtschaftlich produzieren, doch viele Elektrizitätswerke haben in den vergangenen Jahren mit Verweis auf den europäischen Strommarkt-Preis unter 6 Rp/kWh vergütet.

Nun ist der Strompreis auf dem Spotmarkt nun auf über 20 Rp/kWh gestiegen, und eine Strommangellage wird thematisiert. Solarstrom vom eigenen Dach ist konkurrenzfähig; Grossverbraucher, die jetzt den Strom für 2022 für über 15 statt 4-7 Rp/kWh einkaufen müssen, können mit Solargenossenschaften ins Dachnutzungs- und Stromabnahmeverträge abschliessen.

Photovoltaik ist die günstigste Option zum Ausbau der Elektrizitätsproduktion. Bis 2008 orientierte sich die Vergütung für dezentral produzierten Strom an den Kosten der günstigsten neuen inländischen Kraftwerken. Das war damals 15 Rappen/kWh für neue Wasserkraft; heute wären 10 Rappen/kWh in Anlehnung an Solarstrom ausreichend. Hätte die Politik und die Elektrizitätswerke das entsprechende Anliegen von VESE ernst genommen, statt auf Marktpreise zu verweisen, die von CO2-lastigen und alten abgeschriebenen Kraftwerken geprägt sind, so hätte der Photovoltaik-Zubau 2013 bis 2019 nicht stagniert, und die Versorgungsperspektive besser.

Jede zweite Kilowattstunde muss 2050 aus einem Kraftwerk kommen, das heute noch nicht existiert. Unabhängige Energieerzeuger haben ausreichend Investitionsbereitschaft, um die Solarstromproduktion massiv auszubauen, wenn eine langfristige Vergütung um 10 Rp/kWh sichergestellt ist. Ein wachsendes Solarstrom-Angebot kann den Strompreis-Anstieg bremsen: Erneuerbare Energie ist heute nicht mehr teurer, sondern stellt die künftige Versorgung preiswert sicher.


Strom-Einkaufspreis Grundlast für Folgejahr

Wenn wir jeweils so durch die Gegend pilgern, noch die letzte Klima-, Energie-, oder Stromlückendebatte im Nachklang, fällt uns auf, dass nach wie vor auch neue Häuser keine PV bekommen und tonnenweise Tonziegel auf die Dächer gebiegen werden.
Wir fragen uns dann, woran das liegt:
Sind die Leute einfach blind, oder taub, oder doof, oder sonstwie geschädigt?
Werden Architekten und Poliere nicht über die neuste Technik ausgebildet?
Sind Dachdecker immer noch steinzeitlich auf der Höhe?
Nageln Zimmermänner immer noch am liebsten Dachlatten auf die Sparren?
Kommt der Strom selbst für Bauherren einfach aus der Steckdose?
Und was ist mit Fassadenanlagen für den Winterstrom -eine Vision in Baubehörden und Kantonsschreibstuben?
Während der Quadratmeterpreis für Module <100 Franken liegt, denke ich,
es wäre Zeit, endlich darüber nachzudenken.
Doch weil der Gesetzgeber immer noch viel zu tiefe Einspeisetarife zulässt, filmen Medien CO2-neutrale Dampfwolken aus Kühltürmen, plaudern über den Kohleausstieg und noch viel teurere Optionen.

Achja, für meinen im verg. Sommer eingespeisten sauberen Solarstrom vergüten die BKW gerademal 3,9 Rp/kWh!.? Warum wird da wohl nicht PV zugebaut?
einstein0

1 Like

Uns geht es noch viel zu gut.
Die Behörden verlangen in vielen Gemeinden auf dem Schrägdach bei Einfassungen Fake Module. Damit das Dach optisch „hübsch“ ist.
Die Behörden verlangt nach zusätzlichen 100 Meter erdverlegter Verbindungsleitung zwischen zwei Gebäuden und zwei Grossanlagen.
Obwohl es andere, kostengünstigere Möglichkeiten gibt.
Das nur zwei Beispiele die ich erlebt habe.
Nebst den grottenschlechten Vergütungstarifen sicherlich Killerkriterien welche abgestellt gehören.
Daher ist es nicht verwunderlich, das nicht mehr PV Anlagen gebaut werden.

Ist nur mal ein flüchtiger Gedankengang zur Strommangellage.
In der Schweiz wird viel Fleisch gegessen.
Entsprechend häufig sind die Masttiere.
Diese verrichten ihr Geschäft und produzieren nebst Methan welches in die Luft geht, auch x 1000e Tonnen Gülle.
Diese wird auf die Felder verteilt, wird teilweise ausgewaschen und verursacht viele neue Probleme durch Belastung von Boden, Wasser und Luft.
Auch werden 100e Lastwagenladungen jährlich als Wirtschaftsdünger nach DE exportiert und noch dafür bezahlt, das man dieses Zeugs los wird.
Den Bauern werden durch die Behörden viele Knebel zwischen die Beine geworfen, dabei währe die Technik zum umwandeln in Gas und elektrische Energie vorhanden.
Bei diesem Wirtschaftsdünger sollten angesetzt werden und taugliche Rahmenbedingungen erarbeitet werden.
Daraus könnte ein Teil der fehlenden Bandenergie im Land produziert werden und gleichzeitig viele Probleme mit der Umweltverschmutzung gelöst werden.
Eine Win-Win Lösung.

Strommangellage scheint inzwischen zu einem salonfähigen Begriff zu werden. Trotzdem ist erstaunlich, dass immer noch Neubauten und ganze Siedlungen aus dem Boden schiessen, ohne eine einzige Solarzelle.
Nun, man dürfe das und die zuständige Baubewilligungsbehörde habe noch keinen Gesetzesauftrag, welcher über z.B. Minergie hinausreiche…
Also bringt es auch nichts, an die Vernunft zu appellieren. Eigentlich traurig, während es auf der anderen Seite Leute gibt, welche sich über die steigende Steuerlast beschweren. Investitionen in Photovoltaikanlagen lassen sich zu 1/1
auf der Steuererklärung abziehen!
einstein0

Das ganze ist auch noch sehr neu.
Es war ja nicht absehbar, das diverse Länder aus der Bandenergie Produktionen aussteigen. :thinking:
Letztes Jahr war die Aussage der Risikoeinschätzung zur Versorgungssicherheit auf den offiziellen Seiten im Web noch im grünen Bereich.

Bei Beamten dauert es häufig halt etwas länger.

Aber jetzt geht was.
https://www.ostral.ch/de
Alle Firmen mit Bezug über 100 000kWh pro Jahr wurden angeschrieben und mit „Androhungen von Sanktionen“ eingedeckt.
Aber unsere Stromnetzbetreiber dürfen die Investitionen im Ausland tätigen.
Diese werden im Falle der Strommangellage aber ihren Strom nicht in die Schweiz liefern.
Einmal mehr wurde nicht rechtzeitig gehandelt durch unsere Verantwortlichen.
Aber den Boni werden die Chefs sicherlich trotzdem erhalten.

Hallo lieber Patrik

ganz meine Meinung. Mit den ausländischen HKN können sie in der Schweiz den Dreckstrom überteuert verkaufen…

Aber zur Versorgung und Sicherheit trägt es sicher nicht bei.

Der Gesetzgeber ist noch immer gefordert, wie auch bei der Einspeisevergütung.

1 Like