Neue Abnahmevergütung per 1.1.2027 für alle / Spotmarktpreis

Ab 1.1.27 gibt es eine neue Rückvergütung zu Spotmarktpreis.
BKW macht das schon an 1.7.26
Was haltet ihr davon?

Neues Vergütungsmodell schafft Marktanreize für Solarstromproduktion

Bundesrat passt Verordnungen zu Energieeffizienz, Stromvergütung und Kernenergie an

Börsenstrompreise | Energy-Charts

Heute um 14:00 würde ich 2 Rp erhalten. Um 20:00 würde ich 20Rp bekommen ( wenn ich zu viel in meiner Batterie habe und ausspeise, damit ich morgen wieder laden kann).
Und wenn der Referenzmarktpreis im Quartal zu tief ist , bekomme ich noch etwas dazu.
Richtig?

Abnahmevergütung - BKW

Es scheint also eine Rolle zu spielen wann ich die Batterie lade und wann ich ausspeise.

Zum Thema kann ich nichts Beitragen.
Aber eine neue Plattform welche die ergänzenden Varianten erklärt verlinken.

Danke für den BKW-Link - ja, die BKW führen es als freiwilliges Produkt für 2026 ein, die neuen Verordnungen werden erst ab 1.1.27 Pflicht. Mit Übergangszeit 1 Jahr für Anlagen, die keine Lastgangmessung (d.h. „intelligentes Messsystem“ haben). Aber ab 1.1.27 gilt für Anlagen ab 150 kWp (d.h. ohne Minimalvergütung): Abschalten oder Batterie füllen, wenn Preise negativ, sonst zahlt man. Bedeutet ein riesiges Retrofit für grosse PV-Anlagen innerhalb weniger Monate umsetzbar. VESE hatte sich in der Vernehmlassung u.a. für Übergangsfristen ausgesprochen. Was „die Branche“ noch nicht verstanden hat, ist, dass es sich bei den „Marktpreisen“ um Grenzkosten handelt, und nicht um Gestehungskosten. Und die Grenzkosten sind bei den Erneuerbaren 0 CHF. Denn die Grenzkosten fragen nur danach, was eine kWh mehr kostet, wenn man sie produziert, sie betrachten nicht die Amortisation des Kapitals. Gaskraftwerke sind hier teuer, da jede kWh mehr bedeutet, Gas einzukaufen. AKW z.B. preiswert, denn die Kosten für AKW sind die gleichen, ob es produziert oder nicht. Und wenn „wir Solaren“ jetzt abschalten müssen, dann hilft das den AKW, denn die müssen durchlaufen, und wenn die kein PPA haben oder in die Grundversorgung einspeisen, dann bekommen sie auch Spotmarktpreise vergütet.
Hier die Verordnung: https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/12627

Ich muss das korrigieren, es bringt ab 2027 tatsächlich etwas (sofern die day ahead preise abends respk morgens auch höher sind) wenn man zu diesen Zeiten einspeist… Ich hab den Blog angepasst .

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Ich interpretiere das anders.
Nach dem Beispiel auf der Seite der BKW wird ein individueller Rücklieferpreis berechnet.
Rücklieferlastgang*Spotmarkt

und eine Mindestvergütungsprämie
Mindestpreis (6Rp) - Referenzmarktpreis

Ich kann also eine sehr optimierten Rücklieferpreis erwirtschaften und zusätzlich die Mindestvergütungsprämie bekommen. Man muss sich aber schon darum kümmern wann man speichert, verbraucht und einspeist. Aber ich kann jetzt selber etwas dafür tun.

Ich wäre noch so froh wenn deine Interpretation eintreten würde. Der Solarmanager kann sogar, allerdings soweit ich es sehe nur statisch, z.B. zwischen 1900-2100Uhr 3000W einspeisen, also 6kWh in 2h, was ja dann sinn machen würde. Das würde April/Mai gegenüber 6Rp 28 Fr mehrertag geben. Je grösser der Akku je mehr kann man da rausholen. Ich habe meinen Blog zu den 6Rp daher angepasst.

Deine Antwort ist absolut nachvollziehbar … für einen Einfamilienhausbesitzer. Doch für ein Mehrfamilienhaus (Stockwerkeigentum), wo keine „Grossverbraucher“ (Wärmepumpe, E-Mobilität, Speicher, Elektroboiler etc.) besitzt, eine Katastrophe. Wir haben 4 Anschlüsse alle unter 30 kWp (Total 75 kWp). Gilt nun die Neuerung zwingend ab 1.1.2027 ja oder nein. Nirgends ist nämlich eine klare Antwort erhältlich … auch nicht bei der BKW.

Ich habe jetzt mal versuchsweise den Solarmanager so eingerichtet das er von 1900-2100Uhr einspeist aus dem Akku. Es funktioniert. allerdings muss ich es beenden da die PV Prognose morgen miserabel ist… und ich sonst am Schluss noch kaufen muss…

traurig was ich da soeben im VESE Newsletter lesen musste.
Da fühlt man sich tatsächlich verarscht, meine 280kWp Anlage ist noch nicht so alt und natürlich noch nicht abgeschrieben. Eigenverbrauch ist nicht sehr gross, wollte was für die Allgemeinheit machen und jetzt das.

Ist schon krass wie die grosse Stromlobby unser Bundesbern an der Nase rumführt…

Jetzt heisst es also innerhalb 6 Monaten ein System einzubauen welches Sinnvoll gemäss Spotpreisen die Wechselrichter regelt, den Batteriespeicher lädt bzw. entlädt und dafür meinen Stromverbrauch, der der vZEV Teilnehmer und der der LEG Teilnehmer berücksichtigt.

Welche Systeme können das? Liefert mir der VNB wenigsten die 15 minütigen Lastgangdaten sofort (nicht erst am nächsten Tag)??

was stand denn da genau drinnen ? ich hab den nicht und online konnte ich nichts finden.

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Ich habe einen Blog geschrieben wo ich (mit Claude) versucht habe mit den Werten von Q1 2026 die neuen Einspeise Regeln ab 2027 zu simulieren. Ich werde wenn Q2 durch ist auch dort einen Versuch starten, allerdings ist dort bei mir ohne abregeln der Anlage nicht möglich Einspeisen bei Minus Preis Stunden zu verhindern.

Danke Lucas für den schön aufbereiteten Blog.
Sehe für Kleinproduzenten eigentlich nur Nachteile.
Für die paar Franken, die an Ertrag anfallen, erhöhte Schaltungen in den Batterien und dadurch früheres Ende Lebensdauer.

Anders sieht es bei Grossanlagen im Verbund mit anderen Massnahmen aus.
PV-Anlage
Eigenstromverbrauchsoptimierung an WP-KM
Eigenstromverbrauchsoptimierung am E-Mobilität Ladepark via Lastmanagement
Eigenstromverbrauchsoptimierung der Kurzzeitspeicher und Langzeitspeicher.
Verbund von mehreren Standorten. (Wobei da der Versorgerwechsel leider wieder einen Riegel schiebt.
Rückspeisung ins Netz nach besten Kriterien.

Eigenstromverbrauch ist immer besser als Rückspeisung

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Traurig so was.
Würde beim Energieversorger anfragen, ob sie was passendes im Angebot haben.
Sonst wäre das vielleicht ein Weg der zu prüfen ist,

Ich habe ab 6 Juni meinen Akku bewusst abends entleert (so das es trotzdem ohne Netzbezug) über die Nacht reicht. Und habe das im neuesten Blog mal für 2027 gerechnet. Der Juni hätte so das Q2 auf etwa 18.- Sfr mehr Einnahmen gebracht als nur mit dem Referenzmarktpreis + Differenzzahlung. Wenn man das April - August macht, bringt es was.

Interessant. Jetzt brauchst du eine intelligente automatisierte Batteriesteuerung, die den Spotpreis kennt, eine Solarprognose macht, deinen Nachtverbrauch schätzt und den Tarif für den Netzbezug mit einbezieht… Ich gehe nicht davon aus, dass du für 18CHF/Monat jeden Tag vor der Steuerung sitzen willst. Gibt das deine Steuerung her? oder hat dein Batterielieferant ein Zusatzmodul das das übernehmen könnte?

Die dynamischen Tarife ermöglichen vieles, wenn die Infrastruktur stimmt.

Bei privaten „klein“ Anlagen meist das betteln versäumt.

Der Solarmanager müsste es mit ARIA können, kostet statt 44Sfr dann 66Sfr im Jahr weil es nur im Premium Abo enthalten ist. Aber aktuell ist es einfach fix auf 20-22Uhr mit 4.5kW einspeisen eingestellt bis 15%. Nur wenn die Prognose wirklich shiet ist deaktiviere ich es. Muss also nicht jeden Tag was machen. Aber man könnte automatisiert, im Rappenbereich :money_mouth_face:, noch was rausholen wenn man immer zum höchsten Day Ahead Preis einspeisen würde. Und man muss ehrlich sein, ganz das einspeisen bei Minuspreisen geht aktuell nicht, ausser ich würde den einen WR auf feed in 0 stellen. Aber das mache ich dann nächstes Jahr wenn es ernst gelten sollte. Aber ich vermute unser EW hier wird Technisch eh nicht in der Lage sein 1000 von 15Min lastgängen zu vergleichen um entsprechende Einspeisungen zu zahlen. Die werden wohl bei einem Fixen Preis bleiben. So das der Kunde wiederum 0 Anreiz hat und der PV Besitzer der Böse Netzrebell ist der wiederum durch sein Verhalten Investitionen verursacht. Das die EW’s im Hintergrund das eigentliche Problem sind sagt ganz oben niemand.

Ich bettle nicht, ich finde es ein cooles Hobby. Ist ein wenig wie bei vielem was ich mache, ich bin der Allgemeint schon ein paar mal ein paar Jahre voraus gewesen. Angefangen bei Whatsapp und Konsorten, dann PV Anlage und E Auto.