Nutzer-Probleme bei der Emobilität


(Daniel Buchs) #1

Uns würde interessieren, was Eure Probleme im Alltag mit der Emobilität sind. Was sind Eure Erfahrungen bei der Ladeinfrastruktur? Wie sind Ihr unterwegs (rein elektrisch oder multimodale Mobilität)? Wie findet Ihr die Preise für die bezogene Energie an den Ladestationen? Wie findet Ihr die Preisdeklaration? Der ECS Elektromobil Club der Schweiz als Organisation für die Nutzer der Elektromobilität möchte sich vermehrt hierzu einsetzen. Besten Dank für eine angeregte Diskussion.


(Peter) #2

Unser Hauptproblem ist die mangelhafte Reichweite (mit 16 kWh).
Darüber hinaus sind BEV’s keine “Winterautos”.
Ladesäulen glänzen über Inkompabilität der Anschlüsse und erst recht mit den unterschiedlichen Abrechnungssystemen.
Ferner haben Elektromobilisten keine Privilegien und sogar wenn gekennzeichnete Ladeparkfelder von Verbrennern zugeparkt werden, kann niemand etwas dagegen tun!
Wir haben jedoch noch nie für Strom bezahlt und fahren seit 5 J elektrisch. Wir evaluieren z.Zt. ein BEV mit mehr Kappa, um zur Hauptsache zu Hause zu laden. Daneben fahren wir einen Diesel-Camper, worin wir auch übernachten können.
einstein0


(Daniel Buchs) #3

aha der Einstein wieder :slight_smile:
Es würde sich nach dem wohl letzten Wissens-Update von +/- 2010 punkto Emobilität sicher lohnen, sein Wissen neu upzudaten; BEV haben heute zwischen 24 - 64kWh Akkus, fahren 250 - 482 Km nach WLTP. Mein KONAe von Hyundai ist ganz klar ein saubequemes Winterauto, welches auch bei -19° noch 417km von 482 WLTP fährt.
Ebenso sind die Anschlüsse (Stecker) nicht inkompatibel; wie bei der BlueRay-Disc gibt es halt auch hier CCS und CHAdeMO, aber die meisten Ladesäulen bitte beides bzw. auch zusammen mit Typ2 an.
Elektromobiliten brauchen KEINE Privilegien beim Parkieren, sondern eine umsetzbare Parkverordnung, welches ein Büssen oder Abschleppen zulässt, wenn man nicht mit dem entsprechenden Fahrzeug dort parkiert. Diese Parkverordungen sollten aber generell (die meisten PV sind von 1970er) überholt und der heutigen Zeit angepasst werden. Zudem sind BEV-Fahrer in vielen Kantonen sehr wohl privilegiert, indem sie keine oder stark verminderte Verkehrsabgaben bezahlen :wink:
Grundsätzlich bin ich auch überzeugt, Laden soll man zuHause (Homecharging) oder am Ziel (Destinationcharging) für kürzere Strecken. Für längere Strecken braucht es aber auch schnellere Infrastrukturen an Raststätten etc. Bis jedoch die Infrastrukturen einigermassen vorhanden sind, und da leider nicht alle in Tiefgaragen oder bei sich im Mietshaus eine Wallbox montieren können/dürfen, braucgt es auch Zwischenlösungen wie sie Lidl, LANDI und Co. anbieten.
Es ist aber immer sinnvoll die BEV’s mit eigenem PV-Strom zu laden wo immer möglich; zum Glück haben immer mehr kleinere EVU’s aber generell nur noch erneuerbaren Strom im Angebot.
Fazit: ein eAuto ist sehr wohl auch ein Winterauto (vgl. Tesla, Nissan Leaf,Opel Ampera-e, KONA-e, e-Niro etc.) aber die Lademöglichkeiten müssen einheitlicher werden und der Support der vorhandenen Infrastruktur muss funktionieren (vgl. Roaming-Gebühren, keine Freigabe mit EC- oder Kreditkarten, schlechter bis gar kein Support etc.) Daher setzen wir uns ja auch ein. Nur weil man alles schlecht redet wirds nicht automatscih besser, sondern nur wenn man sich für eine Verbesserung einsetzt :wink:


(Peter) #4

Schön, dass wir uns grösstenteils einig sind!
Deshalb biete ich meine private Wallbox öffentlich an (an kompatiblen Typ1): Und hatte unserer Gemeinde eine öffentliche Ladestation zur Mitfinanzierung angeboten (kein Interesse). Über eine weitere bin ich im Gespräch mit der Sonnenstadt Burgdorf. Doch in Langenthal stand mal ein Polizeiauto auf einem E-Parkfeld und ich hatte danach ein langes Gespräch mit einem Polizisten, welcher mir die Gesetzeslage “unserer” E-Parkfelder erklärt hatte…
einstein0