Photovoltaic Anlage

Hallo, habe im Forum einige Meinungen gelesen dass sich eine PV nicht mehr lohnt.
Mein Stromverbrauch beträgt ca 6000 kw/ Jahr und die offeriertete Anlage gibt etwa 3500 kw Strom ab bei 21 m2 Panels , und die Kosten betragen Fr. 15000.— inkl. allen Förderungen.
Wäre für eine Einschätzung dankbar
Gruss marcel

Danke für die rasche Antwort,

Die Offerte stellt sich folgendermassen zusammen;

Listenpreis Fr. 20876.00
Abzüglich Rabatt Fr. 4999.46
Zuzüglich mwst. Fr. 1223.37
Fr. 17111.25
Abzüglich Eiv Bund. Fr. 2341.60
Endpreis. Fr. 14769.65
Steuerersparnis. Fr. 3692.41

Stromkosten Einkauf 22 Rp. Einspeisung 10 Rp.
Photovoltaic Modul 12 Stk. 21 m2 Jinko 360 Tiger
Danke für euer Feedback

Das machen wir gerne :sun_with_face:
Dazu braucht es noch ein paar Angaben mehr:

  • in welcher Gemeinde wohnst du (bestimmt Stromkosten und Einspeisevergütung)?
  • was ist in den frs 15’000 genau schon dabei bzw was ist schon abgezogen (wir brauchen die Nettokosten inkl MWSt nach Abzug der Einmalvergütung und nach dem Steuerabzugseffekt)? Ist der Steuereffekt bereits abgezogen?

Eine etwa 4 kWp-Anlage wurde dir aber für einen stolzen Preis offeriert.
Wo die Module nochgerade 30 Rp kosten pro Wp.
Und was verstehst du inkl. allen Förderungen, Bitte auflisten.
Ich empfehle dir noch einige weitere Offerten einzuholen.
Sonst lohnt es sich wirklich nicht!
einstein0

Die Steuerersparnis wird meistens überkompensiert durch Summe der jährlichen Steuern auf dem Ertrag der Netzeispeisung während den folgenden 30 Jahren. Grenzsteuersätze erreichen schnell mal 25% und mehr. Dies wird von den Anbietern meist verschwiegen. Der Steuerabzug ist somit keine Förderung sondern nur ein Kredit. Einige Kantone gewähren jedoch steuerbefreite Freimengen. Siehe Bericht von VESE.

Hallo Diego
Danke für die Info
Meine Offerte ist wie folg.
Brutto Fr. 20878.00
Rabatt. Fr. 5000.00
Zuzüglich Mwst. Fr. 1223.00
Abzüglich Eiv Bund. Fr. 2341.00
Netto Betrag. Fr.14769.00

Steuerersparniss. Fr. 3692.00

Gemeinde Amriswil TG

Stromkosten Einkauf. 22 Rp.
Vergütung Einspeisung. 11 Rp

Wäre für deine Beurteilung einen Schritt weiter.
Gruss marcel

Hallo,

ok, das wichtigste ist der Eigenverbrauchsgrad. Ohne weitere Angaben ist dein jährlicher solarer Deckungsgrad 3500kWh/6000kWh = 58%. Mit einem normalen Haushaltsverbrauchsprofil ist dein Eigenverbrauchanteil somit 36% (gemäss www.eigenverbrauchsrechner.ch ), dh du brauchst 36% * 3500 kWh = 1260 kWh selbst, und (1-36%)*3500kWh = 2240 kWh verkaufst du an’s EW.

Die Einnahmen sind somit folgende: Einsparung Verbrauch = 1260 kWh *22 Rp/kWh = Fr 277/Jahr plus Einnahmen Verkauf = 2240 * 11 Rp/kWh = Fr 246/Jahr, dh total Einnahmen Frs 523/Jahr.

Teilst du jetzt die Nettoinvestition nach Steuerabzug von frs 11’077 durch die jährlichen Einnahmen, so ergibt sich eine finanzielle Rückzahlung nach 21 Jahren.

Dies ist effektiv sehr (zu?) lange, und in dieser Zeit kann auch gut noch eine Reparatur des Wechselrichters dazukommen. Die Module sollten mindestens 30 Jahre halten. Zudem ist der Rückliefertarif von 11 Rp/kWh nicht bis dann garantiert.

Immerhin, die ökologische Rückzahlung ist viel schneller, etwa 2 Jahre. Und jede zusätzliche PV-Anlage in Europa bringt die verbleibenden Kohlekraftwerke und AKWs mehr unter Druck, denn alle hängen am gleichen Netz. Aber dies ändert natürlich die finanziellen Zahlen nicht :grinning:

Einige Fragen:

Mit 3500 kWh/Jahr mit einer Anlage von 12 x 360 Wc = 4320 Wp ist der Ertrag sehr tief. Ist die Anlage schlecht besonnt? Normalerweise solltest du auf mindestens 4000 kWh/Jahr kommen.

Der Verbrauch von 6000 kWh ist recht hoch. Ist da ein Elektroboiler dabei? Falls, ja, so kann man den Eigenverbrauch damit u.U. stark erhöhen. Gemäss Eigenverbrauchsrechner bis zu 77% (Annahme: Boiler mit 3000 kWh/Jahr mit solaroptimierter Steuerung).

Mit einem zukünftigen Elektroauto und einer guten PV-gesteuerten Ladestation kannst du den Eigenverbauch auch wesentlich erhöhen.

Kannst du die Anlage nicht grösser machen? Allenfalls sinkt der spezifische Preis pro Watt schneller als der Eigenverbrauch. Kleinanlagen sind schwer zu amortisieren, denn es gibt zu viele Fixkosten.

Wie weiter:

  • Eine bessere Offerte einholen
  • Die Anlage allenfalls selbst bauen , siehe www.selbstbau.ch

LG Diego

Hallo zusammen :slight_smile:

möchte niemanden vom Rechnen abhalten - bei mir muss es nicht immer „rentieren“ - ein gutes Gefühl etwas sinnvolles zu tun darf auch etwas kosten - als Vergleich: ich habe schon so viel Geld für Autos ausgegeben, haben die jemals „rentiert“?

Wobei ich mit den Rückspeise-Tarifen überhaupt nicht einverstanden bin … die EW’s machen es sich zu einfach :frowning: und die Politik macht lieber Politik als Nägel mit Köpfen …

OK - sorry für das Intermezzo und weiterhin spannende Rechnungen :slight_smile:
Herzliche Grüsse
Paolo

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Hallo zusammen, denke, dass Pinoccio das richtig sieht! Was soll die ganze Rechnerei für eine Kleinanlage? Man hat schon mehr Geld zum Fenster hinausgeworfen. Lieber mal auf einen Urlaub verzichten. Haben sich die teuren Plättli im Bad „rentiert“? Rate immer, die Anlage zu vergrössern soweit es Platz hat. Den Eigenverbrauchsgrad zu optimieren ist ein Unsinn. Einspeisevergütung 6.3 Rp/kWh. Unsere Anlage hat 16.35 kWp (2014: Panel 327 W) und produziert knapp 20.000 kWh/Jahr. Auch bei voller Bewölkung reicht die Leistung für die WP. Wir haben keine Energiekosten mehr für Heizung (EWS+WP), Kühlung (EWS), Haushalt, Brauchwarmwasser (EWS+WP) sowie Laden E-Auto (PV vom Dach), s. www.staerk-erdwaerme.ch unter „Situation“ > PV+e-mobile. Also auf gehts!