Speisung von Wohnungsnetz mit Batterie

Um bei einem Stromunterbruch trotzdem Energie zur Verfügung zu haben, fragte mich ein Bekannter, ob er einen Stromspeicher von 2 kW (Ecoflow oder ähnlich) ans Wohnungsnetz anschliessen könne. Er würde z.B. die Wohnungshauptsicherung ausschalten oder zumindest die Sicherung für die Küche. Somit sei die Küche, auch beim unerwarteten Anschalten des Netzstroms, stromlos. Dann meint er die Batterie an einer Steckdose im «stillgelegten» Netzteil anzuschliessen und denkt der Kühlschrank und die Steckdosen (z.B. für Kaffeemaschine) hätte dann Strom. Ich bin skeptisch. Was meint der Fachmann?

Ja, technisch machbar. Sicherheitstechnisch umstritten.
Wo soll der Strom herkommen?
einstein0

Hallo Peter, herzlichen Dank für Dein rasches Feedback. Der Bekannte wird mit einer Powerstation (Ecoflow 2kW) den Strom einspeisen wollen, dies um den Küchengeräten (Kühlschrank/Tiefkühler) über die Runde zu helfen (4-8 Stunden lang) und wie er antönte auch mit einem Kaffee die Wartezeit erträglicher zu gestalten. Wo würde denn Deines Erachtens das Sicherheitsproblem liegen? HG Ruedi

Bei den Elektroinstallationsvorschriften. Die Trennung vom Netz müsste zweipolig erfolgen. Zudem müsste im WR eine N>E-Verbindung bestehen, damit auch FI-Schalter für den Personenschutz funktionieren. Der Eingriff in die Hausinstallation müsste also durch einen Fachmann erfolgen.
Aber nochmal: Woher soll der Strom kommen, um die Batteriebank zu laden? Denn wenn man Netz hat, braucht es keine Batteriespeicher!
einstein0

Hallo Peter, ich konnte mit meinem Bekannten noch Rücksprache halten. Er wohnt in einem 6er-Haus mit „notstromunfähigem“ WR. Nun er geht davon aus, dass er bei einem Strommangel bzw. einer geplanten Abschaltung noch eine Vorlaufzeit hätte, die Powerstation (2 kW) zu laden. Wenn das Ortsnetz abgeschaltet würde, ist er sich nun im Klaren, dass die PV-Anlage ebenfalls „tot“ sein wird. Trotzdem denke er seine Wohnungsicherung und die Untersicherung (in der Wohnung) für die Küche in auszuschalten. Dadurch wäre ja der definierte Küchenbereich (was ich oben vielleicht fälschlicherweise als Wohnungsnetz bezeichnete) sicher stromlos. Dann wolle er die Batterie an eine der bestehenden Küchensteckdosen anschliessen. Er erwartet dadurch den Kühlschrank -am gleichen Bereich- mit dem Strom aus der angeschlossenen, geladenen Batterie, in Betrieb halten zu können. Nun hoffe ich, das Anliegen klarer ausgedrückt zu haben. Du merkst, Elektrotechnik ist nicht mein Gebiet, doch versuche ich mit Logik ein Problem verstehen zu können. Ob der Kollege dann auf mich hört … na, das hoffe ich mal. Herzliche Grüsse: Ruedi

einmalig 2 kWh reichen nicht weit, bestimmt nicht um zu Kochen

Hallo Alle! Ich bin neu auf dem Forum - kein Fachmann - aber gerne immer am Lernen.
Ich hab seit 2 Jahren eine Plug-in-Anlage als Vordach (Glas-in-Glas-Module mit 40% Lichtdurchlass - sieht ganz nett aus).
Nun neu ein EcoFlow mit 2kwh. Bei Stromausfall einfach 3 Hauptsicherungen raus - Ecoflow ans Hausnetz (wie Plug-In-Anlage) und die PV-Module (die bringen mehr als 600Watt) mit separatem Kabel an PV-Ladeeingang vom EcoFlow.
Das sollte reichen für Kühlschrank, Frigo, Heizungssteuerung mit Ladepumpe für Solaranlage und Ladepumpe vom Holz-Zentralheizungsherd.
Gekocht und gebacken wird dann mit dem Holzherd - gewaschen wird eh’ mit solar gewärmtem Wasser.
Wenn wir das dann mal brauchen - und alles wie angedacht funktioniert - dann lass ich die drei Hauptsicherungen gleich draussen ;-))
Gruss Livingshelter

Ich betreibe hier unter meinem Computertisch seit Jahren eine etwa 1 kWh-USV. Diese wird auch von 2 Modülchen gespeist, aber versorgt nur meinen PC.
Solche Bastelanlagen lassen sich also schon realisieren. In Friedenszeiten.
Doch wenn mal das Netz weg ist, fällt auch das Internet aus -und es braucht keinen PC;-(
einstein0

Salü René
Zähle den Stromverbrauch deiner geplanten Verbraucher zusammen.
1000W = 1kW
Das eine Stunde in Betrieb, = 1 kWh

Du wirst sehen, solche eine Batterie ist schneller leer, als du glaubst.
Bei der Strommangel Abstellung geht man von vier Stunden Strom abstellen, vier Stunden Strom, vier Stunden abstellen aus.
Sofern das dann wirklich funktioniert.
Würde mit einem absolut reduzierten Notnetz arbeiten.
Also nur das was wirklich momentan benötigt wird anhängen. Der Kühlschrank hält auch mal zwei Stunden ohne Strom aus, wenn er geschlossen bleibt.

ja, die EcoFlows verkaufen sich gut, auch die Panels dazu

leider weckt die Werbung bei den Kunden zu grosse Erwartungen - im Kleingedruckten weisen sie auf die tollen Möglichkeiten hin, aber nicht auf die Einschränkungen

2’000 (!!!) Watt reichen für

… 50 Stunden Kühlschrank
… 45 Stunden TV
… 200 Stunden Internet
… etc.
… etc.

!! aber nicht alles zusamme !!
!! was nicht abgedeckt ist wird nicht erwähnt !!
!! die Nachladeng des Akkus mag im Sommer noch gelingen - dann herrscht keine Mangellage !!
!! wie kann der Akku bei gegenwärtigem Wetter geladen werden !!
!! von den 2000 Watt stehen max. 80% zur Verfügung !!

Ich empfehle jedem Interessenten eine Trockenübung vor dem Kauf.

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an welche Phase hängt man den EcoFlow

alle zu betreibenden Geräte sollten auch an dieser sein - möglichst keine anderen

An meinen USV’s stecke ich im Notfall die zu versorgenden Geräte einzeln an, denn ein Eingriff in die Hausverteilung kommt nicht in Frage. Dafür laufen all meine WR in Search-Mode, vermeiden also Stby-Verbrauch.
einstein0

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