Wechselrichter zur Einspeisung und zum Inselbetrieb

Gleichzeitig mit der Vergrösserung meiner PV Anlage auf 15 kW, möchte ich bei meinem Einfamilienhaus den WR erneuern und gleichzeitig berücksichtigen, dass ich später:

  • die Möglichkeit habe, einen Batteriespeicher zu ergänzen, wenn möglich in Form eines E Autos, das bidirektionales laden erlaubt
  • bei Stromausfall (Blackaut), die Anlage als Insellösung weiter nutzen kann, wobei ich keine Ansprüche auf automatische Umschaltung habe, kann alles manuell ablaufen, Hauptsache, die Möglichkeit besteht.
    Vielleicht sehe ich das zu blauäugig - wäre da was möglich , z.B. mit Fronius, Solaredge,Victron oder Kostal?

Bidirektionales Laden eines BEV ist nach wie vor Utopie, weil die Gesetzesgrundlage (Stromtourismus) fehlt.
Auch ist ein stationärer Speicher bei den ggw. Einspeisetarifen völliger Quatsch. Es kann nicht Sache von uns Prosumern sein, Solarstromüberschuss saisonal zu verschieben.
Ich betreibe seit Jahren einen Testspeicher als Ersatzstromversorgung, um bei einem allfälligen Black-Out ein paar wichtige Verbraucher einphasig zu versorgen.
Solche Investitionen stehen jedoch in einem Missverhältnis zum Erfolg.
einstein0

Guten Abend danke für die Antwort. Die meinungen und bewertungen helfen mir leider nicht weiter, hatte mir erhofft, techn. unterstützung zu erhalten.
Angesprochener tourismus kann mit trivialen lösungen begegnet werden (stromzähler und verrechnung - easy)… dazu brauchts kaum zusätzlich rechtl grundlagen.

Technische Lösungen gibt es längstens, doch auch die Automobilhersteller zieren sich noch mit dem Bilaterialismus.

Wir fahren seit 8 Jahren elektrisch, doch solange es noch PV-Betreiber gibt, welche sich eine Vollhybridkarre leisten und nach wie vor 100% Flüssigtreibstoff verfahren erübrigt sich Bi.
Auch die Kritik an der Recourcenverschwendung für stationäre Speicher ist berechtigt.
Aber du kannst ja mal deinen Versorger anfragen, was für einen Hybridwechselrichter er dir bewilligt.
einstein0

Danke, sie waren mir eine Grosse hilfe.
Gruss

Grüezi Hr. Bünting,
kann Sie verstehen wenn Ihnen die bisherigen „Antworten“ von (E…) nicht viel weiter geholfen haben. Persönlich hatte ich nicht genau das gleiche Problem zu lösen. Wenn Sie jedoch oben an dieser Seite VESE anklicken, finden Sie unter PV-Praxis 2021 u.A. einen Beitrag von P.Städeli zu diesem Thema. Vermute dass Sie dort auch andere interessante Informationen finden. Viel Glück! Hu. Diem

Guten Tag Herr Diem
Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort, glaubte schon, ich hätte zu hohe Erwartungen bezüglich des Echos aus diesem Forum gehabt ;-).
Werde mal den Beitrag von Herrn Sädeli konsultieren.
Wünsche … viel Sonnenschein und alle Gute
Gruss Uwe Bünting

Interessante Visionen von Herrn Sädeli. Obschon auch Dozenten der Berner Fachhochschule erstaunliches über die Zyklenfestigkeit von Li-Batterien entdecken ist Bi-direktional noch lange kein Thema.
In diesen Tagen bringe ich ein 10 kWp-Modulfeld auf einem Carport ans Netz. Auch eine Ladesteckdose wird integriert, zur Echtzeitnutzung des Solarstromüberschusses.
Doch wozu sollte ich die im Kona gerade nicht genutzte Ladung hergeben,
wenn der PV-Einspeisetarif des Versorgers höher ist als der Nachttarif?
einstein0

Die hier vorgestellte Idee klingt verlockend: Die üblicherweise im Einsatz stehenden Wechselrichter können Energie abgeben aber nur, wenn sie am elektrischen Stromnetz angeschlossen sind, denn das Netz gibt den «Takt» für die Erzeugung des elektrischen Stromes vor. Der entsprechende «Takt» könnte mit einem portablen Wechselstrom-Akku geschaffen werden. Ein solcher Inselbetrieb würde es ermöglichen, mit der hauseigenen Photovoltaikanlage - auch bei einem Stromausfall - sich selbst versorgen zu können. In der Praxis wird die vorgeschlagene Lösung aber kaum funktionieren.

Damit die Stromerzeugung im Inselbetrieb, also ohne Anschluss an das elektrische Netz, einwandfrei funktioniert, ist genügend Regelleistung die wichtigste Voraussetzung. Die Stromerzeugung muss nämlich in der Lage sein, Veränderungen am Leistungsbezug bewältigen zu können, ohne dass allzu grosse Schwankungen an der Frequenz des Wechselstroms auftreten. Solche Schwankungen sind bei sogenannten «ohmschen Verbrauchern» (z.B. einer Glühbirne) problemlos, hingegen versagen im Gegensatz dazu elektronische Geräte ihren Dienst. Damit solche Schwankungen ausgeglichen werden können, muss die Stromerzeugungsleistung ungefähr 1.5 mal höher sein als die Leistung, welche angeschlossen werden soll.
Das Einsatzspektrum eines kleinen tragbaren Wechselstrom-Akkus bleibt dadurch sehr begrenzt. Mit einer Batterie, welche über eine im Verhältnis grössere Photovoltaik-Anlage gespeist wird, kann hingegen auch die Einsatzdauer erheblich verlängert werden.

Auch wenn die Idee von uns nicht für eine breite Anwendung empfohlen werden kann, ist es nicht verboten, mit geschickten Tüftelarbeiten neue Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie zu erschliessen. Wichtig aber immer, wenn mit elektrischen Strom experimentiert wird, ist die Einhaltung aller Sicherheitsregeln!

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