WR vom Netz trennen; Der Modulfelddetektor

Die Infini-Fraktion, aber auch rudimentäre Wechselrichter leiden unter dem Geklacker, oder beziehen sogar Netzstrom, wenn zu wenig Solarstrom einfällt.
Deshalb hatte ich unter der wochenlangen Schneedecke eine einfache Hardwarelösung entwickelt, um den WR abzuschalten:

R1 und R2 dienen als Berührungsschutz und sollten auf etwa 1 W ausgelegt werden, um bei einem Erd- oder Kurzschluss der Stringspannung nicht gleich abzurauchen.

Das wichtigste Element ist jedoch eine Suppressordiode, welche nach ihrer Durchbruchspannung die LED eines Optokopplers aktiviert. Der Forwärtsstrom von etwa 1 mA kann mit einem vorgeschalteten Spannungsregler begrenzt werden.
Damit der Regler nicht kaputt geht, kann er auch noch mit einer Parrallel-Supp geschützt werden.
Packt man das serielle Design zweimal in ein passendes Gehäuse, kann mit dem spannungshöheren OC-Ausgang Ein- und mit dem -tieferen Ausgeschaltet werden. Dazu verwendet man stromsparende Technik, wie OPV und ein bistabiles Relais.

Den galvanisch getrennten Modulfelddetektor pfropft man eingangsseitig auf den String-Trennschalter, oder den DC-Paralleleingang des WR und ausgangsseitig in die AC-Netzleitung.

einstein0

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Oh… klingt nach schlauer Bastelei… aber ich verstehe zu wenig davon, um nun zu erkennen, ob das jetzt was nachahmenswertes für mich, Hinz und Kunz ist :slight_smile: Auf Grossanlagen mit ein paar Duzend Strings… was ist genau der Mehrwert?

Nun, es gibt WR, welche einen hohen Stby-Verbrauch haben und mehr Strom aus dem Netz ziehen, als sie produzieren, insbesondere nachts und wenn das Modulfeld unter einer Schneedecke liegt.
Bei meinem Infini-Hybrid sind das mindestens 50 Watt. Deshalb trenne ich das Gerät vom Netz, wenn kein Solarstrom hereinkommt.
Wenn WR mehrere Strings haben, genügt eine Schaltung -auch um mehrere WR vom Netz zu nehmen. Das Hauptproblem ist halt die galvanische Trennung von der hohen DC-Spannung, welche ich mit Hochvolt-Suppressordioden und Optokopplern mit hoher Trennspannung komfortabel gelöst habe.
einstein0

Hallo Peter
Muss man zwingend deinen Erfahrungsschatz mitbringen um einen Infini betreiben zu können?
Das Gerät würde bei mir tiptop passen mit 2 trackern ,3 ph, und 48V 480Ah Bleigel Batterien (sind schon im Keller und taten nicht weh) .Habe aber einigen Respekt vor der Anbindung am Netz. Den Eigenverbrauch hast du ja schon in den Griff bekommen. Gibt es jemand in der CH welcher so ein Gerät verkauft oder wenigstens etwas betreuen könnte? Tue vieles selber ,kenne aber auch meine Grenzen. Merci für deine Antwort. Gruss Wolfgang

Naja, Erfahrung ist immer gut, auch wenn du von 10 Leuten 11 Antworten kriegst. Den Modulfelddetektor hatte ich entwickelt, als ich noch mit Blei als Notstromversorgung operierte. Mein Li-Testspeicher dagegen hat ein BMS, welchem ich die relevanten Daten auslese und per SPS weiterverarbeite.
Wer in der Schweiz Voltronic-Geräte vertreibt ist mir nicht bekannt, doch ich denke, inzwischen gibt es bessere: Solis, Huawei etc. Erfahrungsgemäss kann ich jedoch auch keine stationären Speicher empfehlen…
einstein0

Merci für den Tipp, Solis hat passende Geräte. Und ich weiss schon, dass Speicher ein schönes Hobby sind.Bin noch am Anfang meiner PV-„Kariere“, ist wirklich spannend.
Gruss Wolfgang