Erfahrungsberichte mit Elektroautos

Hallo Michel
ich selber bin ohne Stop schon zwei mal Weztikon - Stuttgart gefahren ; kein Problem praktisch alles Autobahn und meist um 120 oder mehr km/h
Gruss
Walter
PS. Heizung resp. Kühlung kann gut 60 km fressen !!!

Das sind allerdings nur 250 km und nicht 400.

Unterwegs eine kleine Pause nach 2 Stunden zu machen von 15 Minuten macht ja auch Sinn.
Wenn man von Zürich startet wäre das in der Gegend von Memmingen. Da hat es auch Schnell-Lader.
Bin die Strecke Zürich München gerade gefahren mit einem i3.
Habe in Rheinau und Memmingen zwischengeladen.

Ja habe auch gesucht und gefunden. Mein Standard-Halt ist Aichstetten da gibt es einiges. Bei Fahrerwechsel muss man allerdings nicht lange halten. Wie viel zusätzliche KM kann man in 15 Minuten ungefähr laden?

Hab grade mal in meiner Ladeabrechnung nachgeschaut. Letzten Samstag habe ich an einer VKW-Säule in Bregenz am CHAdeMO in genau 15 Minuten 10.42kWh geladen. Das entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von 41.7kW
Damit kann ich etwa 70 zusätzliche km fahren.
Am selben Tag habe ich übrigens auch in Aichstetten in 14 Minuten 11.54kWh geladen. Die höhere Durchschnittsleistung von 49.5kW ergab sich vielleicht, weil der Akku schon etwas wärmer war.

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Erfahrung: 3 Jahre KIA Soul EV, Lieferung 6/2015, 27 kWh, 16 tkm
Reichweite gemäss Prospekt 205 km, realistisch 130 km
Durchschnittsverbrauch Landstrasse ca. 12.5 kWh/100 km, Autobahn (100-120 km/h) 15.5 kWh/100 km
CHAdeMO praktisch und schnell auf grösseren Strecken, Typ1 unterwegs nur mit Adapter auf Typ2 brauchbar. 3x Totalentladung der Hilfsbatterie (immer vor der Haustüre), einziger Mangel (Software?).
Bereits alles erlebt: Ladestation aus Internet nicht vorhanden, nur für Firmenauto, noch im Bau, defekt, zugeparkt durch Verbrenner, Tesla hängt (mit Adapter) an CHAdeMO (dauert!!), Ladekarte oder Kreditkarte geht nicht, etc…
Längste Strecke: Nähe Baden/Schweiz bis Diez Lahn/Deutschland ca. 470 km. Laden vom Dach kostet uns 6 Rp. bzw. ca. 6 €Cent/kWh. www.staerk-erdwaerme.ch >Situation>PV+e-mobile etc. Die Kombination aus PV, Wärmepumpe und E-Mobile ist ideal und hat sich bewährt, s. >Vorträge Erdwärme [21, 23].

Wohl auch gut für die Schweiz: Auf der Plattform e-mobile.jetzt werden alle in Deutschland verfügbaren reinen Elektroautos (BEV) analysiert. Berührungsängste abbauen und Desinformationen in Begeisterung für Elektroautos um zu wandeln gehört genauso dazu. Wichtige Fragen zu den Stromern sind für „Normalos“ verständlich aufbereitet. Der Interessierte kann ein Elektroauto bei einer Probefahrt erleben. Den Umstiegswilligen soll geholfen werden ihr Wunschauto zu organisieren.

Wir fahren seit rund 5 J einen Mitsubishi “Mievi.” Strecke, etwa 50’000 km, Kapa 16 kWh. Ja, die Reichweite ist mit 100 - 150 km zu knapp, auch weil die Ladeinfrastruktur immer noch zu wünschen übrig lässt.
Ich habe noch nie für Strom bezahlt, lade zu Hause meistens nachts, oder auswärts an Schnelladestationen Chademo.
einstein0

3 Jahre im BMW i3 REX - Zeit für eine Bilanz
Ende April habe ich unser erstes Elektrofamilienauto - einen BMW i3 REX der ersten Generation – wieder an den Leasinggeber zurückgegeben.
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Nach 35’090 km mit 3 Wintern und 3 Sommern liegen wir im Durchschnittsverbrauch über diese Strecke bei 15.07 kWh/100 km (accu to wheel). Er variierte bei meinen wöchentlichen Ablesungen zwischen 10.9 kWh/100 im Sommer und einmal 29.8 kWh/h im Winter über eine kurze Strecke mit Heizung auf Volllast.
Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in den letzten 3 Jahren damit noch 8.26 Liter Benzin für den REX verbraucht habe :blush: .
Davon waren es 250 km, bei dem ich den REX – Range Extender - benutzen musste, weil die Batterie wirklich leer war. Damit komme ich auf eine rein elektrische Quote für die gefahrene Strecke von 99.4%. Mein Ziel war >95% rein elektrisch. Das habe ich also gut erreicht :blush:.
Der Rest des Benzinbedarfs war den «Serviceläufen» des Motors geschuldet, die alle 6 Wochen für ca. 10 Minuten automatisch anstanden.
Geschätzt gingen über die gesamte Zeit ca. 50% der 8.26 Liter für das Fahren mit REX Unterstützung drauf und der Rest war für die «Serviceläufe».
Wenn mich jetzt jemand fragt: «Warum hast Du dann den REX überhaupt dazu bestellt?», dann lautet die Antwort: «Unser Anspruch bei der Bestellung war, dass wir eine Gesamtreichweite von 250 km haben mit dem Fahrzeug. Das hat in der Kombination 18.8 kWh Batterie netto (22 kWh brutto) plus 9 Liter Benzintank für den REX gut gepasst.»
Ich habe bei der Bestellung des BMW i3 REX im Oktober 2015 ganz bewusst eine kurze Laufzeit beim Leasing gewählt, weil ich mir sicher war: «Jetzt geht die Entwicklung der elektrischen Fahrzeuge sehr schnell voran.»
Ich habe mich nicht getäuscht. Hier die Bilanz über alle Fahrzeuge, die wir in unserer Familie seit dem Jahr 2000 gefahren sind …


Anmerkung: Für den Energieinhalt von Benzin und Diesel habe ich vereinfachend 10 kWh pro Liter angenommen und so die kWh für den Verbrauch auf 100 km einfach in Liter Treibstoff rückgerechnet.

Interessanter ist der CO2 Ausstoss in der in der Nutzungsphase. Er ist um mehr als 95% zurück gegangen, auch weil wir seit 2000 Schweizer Wasserstrom beziehen und inzwischen seit ein paar Jahren 2 kleinere eigene Solaranlagen haben.

Unseren Hyundai Kona electric haben wir seit dem 27.4.19. Für die ersten 1400 km bei Aussentemperaturen von 10 – 15°C (d.h. die Heizung lief) benötigten wir nur 13.7 kWh/100 km. Dabei sind wir auch grosse Strecken auf der Autobahn mit Tempo 120 km/h gefahren. Wir haben ihn auf der Strecke Zürich – Lausanne retour ausprobiert und sind auch die Berge Mont Pélerin (1000 m) Les Pléiades (1300 m) hoch - und wieder runter gefahren.
kP1050509
Aktuell stehen wir nach 2583 km bei einem Verbrauch von 12.9 kWh/100 km über diese Strecke.
Auch in einem Test von Auto Motor Sport hat sich der Kona als sehr effizient erwiesen und hat als eines der wenigen Fahrzeuge auch die vom Hersteller angegeben WLTP Werte für die Reichweite von 449 km mit 536 km Reichweite im Test überboten. Wir selber hatten sogar nach dem Aufladen auf 100% mal eine Reichweite von 556 km auf der Anzeige. Es sieht jedenfalls so aus, als wenn das Fahrzeug mindestens so effizient zu bewegen ist wie der i3 mit seinen 1’390 kg gegenüber den 1’819 kg beim Kona.
Aber noch ist die gefahrene Strecke zu kurz für einen fundierten Bericht … nehmen wir es mal als Indikator. Mehr dann nach einem ganzen Jahr …

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KIA Soul EV, 27 kWh, Bj. 2015, 26 tkm. Verbrauch ca. 13.5 kWh/100 km Landstrasse/Stadt/Autobahn (ca. 100 km/h). Letzte Langstrecke: Aargau-Tegernsee (Bayern) + Ausflüge ges. 940 km hin und zurück. Etwa alle 100 km Nachladen, ganze Tour überall kostenlos geladen.

Besuch bei Sangl in Landsberg?
In Au gratis geladen?

Hallo Michael: Gratis geladen jeweils in Memmingen (Aldi-Süd) und Landsberg/Kaufering am Filmpalast. Alles sehr zu empfehlen. Nächste Langstrecke im Juli über Frankreich Elsass-Rheinhessen und zurück über Baden-Württemberg Heilbronn-Stuttgart-Aargau.

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Letzte Langstrecke nicht ganz so glatt und günstig!
Auto KIA Soul EV 27 kWh, Bauj. 2015.
Strecke Baden-Karlsruhe-Mainz-Worms-Heilbronn-Stuttgart-Baden ges. ca. 1070 km.
Mittlerer Verbrauch Autobahn ca. 100 km/h mit Klimaanlage 13.2-13.5 kWh/100 km.
Ladung an CHAdeMO bis 84% mit ca. 45 kW, 84-94% mit ca. 22 kW.
Geladen meist an Autobahnraststätten mit CHAdeMO und NewMotion.
1x nachts Heckklappe aufgelassen= Hilfsbatterie teilentladen. Aktiviert mit eigenem Ladekabel auf 230 V, Verlängerungskabel und eigenem kleinen Batterieladegerät.
1x Problem in Hotelgerage an Wallbox Typ2 mit Übergangskabel Typ1-Typ2. Fahrbatterie voll aber Hilfsbatterie morgens teilentladen. Reaktiviert mit eigenem kleinen 12V Batterieladegerät.
1x Problem an Raststätte “Im Hegau” BW. An CHAdeMO angesteckt und Mittagessen. Fahrbatterie auf 84% aber 12 V Hilfsbatterie wieder schwach. Auto aktiviert durch Nachladen an CHAdeMO auf über 84%. Wir hatten nie Probleme, wenn man nach dem Aufladen an CHAdeMO auf 84% oder 94% direkt Ladekabel abzieht. Lädt zuhause an der eigenen Wallbox problemlos.
Kennt jemand jemand das Problem? Defekte Hilfbatterie? Isolationsfehler Kabel oder Auto?

Ich denke, entweder zieht irgend ein Verbraucher dauernd Strom aus dem 12 V Bordnetz, oder der DC-Wandler oder die Bordbatterie ist im Eimer. Lass doch mal deinen Garagist seinen Computer anstecken, dafür ist die Schnittstelle schliesslich da…
einstein0

Hallo Peter, die Garage (bei der wir den KIA gekauft haben), hat die Batterie getestet. Befund: i.O…
Während des Service ist beim Einschalten des Fernlichtes die Batteriespannung zusammengebrochen. Also hat man die Hilfsbatterie doch getauscht. Im Ruhezustand wurde kein Stromverbrauch und auch sonst kein Problem festgestellt.
Die mitgenommene alte Batterie wurde nun in einer anderen Garage erneut überprüft. Befund: Batterie gut. Bin gespannt, ob die Probleme mit der Hilfbatterie nun doch ein Ende haben. Sonst bliebe nach Deiner Meinung immer noch ein Defekt am OBC (da gab es im goingelectric-Forum auch schon Fälle).

Halbjahresbilanz im Kona electric
Die Zeit vergeht und die ersten 6925 km mit dem neuen Fahrzeug machten Freude. Aktueller Zwischenstand des Energiebedarfs “accu to wheel” über die genannte Strecke 12.4 kWh. Jetzt scheinen wir uns aneinander gewöhnt zu haben. Im Winter wird der Durchschnittswert steigen, da dann auch die Heizung nötig sein wird. Kühlung haben wir eigentlich nur selten gebraucht, z.B. in den Ferien in Südtirol als es 30°C+ draussen hatte. Sonst bewähren sich auch die Sitze, die kühlen können, indem sie einfach Luft hindurch strömen lassen. Das Fahrzeug meldet regelmässig Reichweiten von 500 km+, wenn ich einmal den Akku voll lade. Bisheriger Rekordwert: 584 km. Das war aber etwas geschummelt - wir sind den Ofenpass nach Mustair hinunter und haben den im Hotel voll geladen.
Wer nun denkt, wir sind nur schleichend auf den Strassen unterwegs, den muss ich enttäuschen. Egal ob wir nun den Ausflug von Zürich nach Silvaplana nehmen, das Sightseeing in Lausanne, das Wandern im Berner Oberland - die Ergebnisse sind bisher (ohne Winter!) alle ähnlich. Als Beispiel hier die Ferien im Münstertal und Südtirol Mitte bis Ende August 2019.
1577 km sind wir in 14 Tagen gefahren – also im Durchschnitt 113 km pro Tag. Über diese gesamte Strecke haben wir am Ende 11.9 kWh / 100 km gebraucht (entsprechend 1.2 Liter Diesel/100 km) oder total 187.7 kWh (accu to wheel).
Es war alles dabei, was diesen Mix interessant macht – Autobahn in der Schweiz und Italien – Pässe wie Flüela (2383 m – 2x), Ofen (2149 m - mehrfach), Umbrail (2501 m) und Stilfserjoch (2757 m) – Klimaanlage in der Ebene der Etsch bei 30°C Aussentemperatur – 2 Personen mit Gepäck für 14 Tage – und natürlich haben wir aus Südtirol auch etwas mitgebracht.
Der Start zur Rückfahrt ab Obereggen erfolgte bei 94% Ladung (weil wir von 1550 m runter nach Bozen auf 260 m fahren mussten und die fehlenden 6% mit der Rekuperation ergänzt haben) und angekommen sind wir nach 340 km mit 39% Akku und 188 km Restreichweite. Wir haben unterwegs nicht geladen. Überhaupt war Laden nie ein Thema. Alle Hotels hatten eine Ladestation von Tesla, so dass wir keine öffentliche Ladestation benötigten.
Anbei eine Skizze, wo wir unterwegs waren. Unser Kona ist um Längen besser als unser voriges Fahrzeug BMW i3 REX mit der Batterie der ersten Generation (18.8 kWh netto), obwohl sie preislich ganz nahe beeinander liegen (um die 50’000 CHF - der Kona allerdings drunter - der BMW i3 drüber).

Danke für deinen interessanten Erfahrungsbericht!
Ja, bei genauerem Hinschauen gibt es wirklich erst 3 BEV’s mit >60 kWh, welche halbwegs erschwinglich und sogar erhältlich sind…
einstein0

Ich erwarte im nächsten Jahr einen regelrechten Boom.
Die Kampagne “CO2 tiefer legen” hat sich bei mir gemeldet und um Mitarbeit gebeten. Einen kleinen Teil dieses Beitrags durfte ich bestreiten:
Link: https://commercial-publishing.ch/co2tieferlegen/de/longform-1/

Wir fahren jetzt über 5½ Jahre elektrisch, werden von unseren Nachbarn belächelt, oder insgeheim benieden. Unter dem Strich haben wir noch nie für Strom bezahlt, denn Strom ist viel zu billig, Solarstrom geradezu wertlos, angeblich weil schwer planbar.
Natürlich ist es geil, wenn unser Autöli vor der Fahrt aus der warmen Stube enteist und vorgeheizt werden kann -mit Bandenergie, aber länger als eine halbe Stunde sind wir danach auch nicht unterwegs.
Noch heute gibt es kaum eine Handvoll BEV’s mit >400 km Reichweite. Im Winter halbiert sich diese, macht je 100 km hin und zurück. Ich könnte also nicht einmal zwei Personen komfortabel vom Flughafen abholen.
Kaum jemand könnte zu Hause > 10 kW laden und noch weniger haben Solarstrom übrig
für so eine Dump-Load über mehrere Stunden.

Die Elektromobilität ist also erst einigen wenigen alternativen Pionieren vorenthalten und braucht noch seeehr lange, um sich für die breite Masse zu etablieren.
einstein0

Lieber einstein0
Ich bin seid Mai 2016 im eigenen Elektrofahrzeug unterwegs und seit 2011 mit den Elektrofahrzeugen meines Arbeitgebers. Geschätzt habe ich jetzt 55’000 elektrische Kilometer auf dem Buckel 36’000 mit dem eigenen i3, 10’000 km mit dem eigenen Kona, 2’000 km mit einem geliehenen Tesla S für eine kleine Ausfahrt Zürich <-> Hamburg retour, 7’000 km bei meinem Arbeitsgeber mit den Flottenfahrzeuge. In diesen 8 Jahren hat sich enorm viel verändert. War meine erste Erfahrung im 2011 im Th!nk noch eher die in einem Putschauto, so war der i3 im Jahr 2014 schon eine andere Welt, der Tesla im Jahr 2016 schon ein Vorgeschmack auf die neue Welt und der Kona mit Sommerreichweiten von 500+km und Winterreichweiten von 400+km der Schritt in die neue Normalität. Aktuell haben wir ja Winter und meine Reihweite ist immer noch über 400 km.
Tatsächlich ist Strom fast überall günstig zu haben. Aber darum bezahle ich ihn auch gerne. Es hilft die Infrastruktur weiter auszubauen. Und Hotels ohne Ladestation steuere ich inzwischen schon gar nicht mehr an.